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Eichberg will «en Traum» bleiben

Die idyllische Lage des Dorfs hat die letzten Jahre viele Zuzüger angelockt. Für die Gemeinde stellt sich aber die Frage, wie sie sich noch entwickeln kann, soll oder eventuell muss.
Max Tinner
Auch am Redaktionswagen sprach man darüber, was an Eichberg gefällt und wie sich die Gemeinde noch entwickeln könnte. (Bild: Max Tinner)

Auch am Redaktionswagen sprach man darüber, was an Eichberg gefällt und wie sich die Gemeinde noch entwickeln könnte. (Bild: Max Tinner)

Die letzten 15 Jahre ist Eichberg, gemessen an den Einwohnern, um fast 20% gewachsen. Waren hier Ende 2002 noch 1284 Einwohner gemeldet, so waren es Ende 2017 bereits 1513. Damit ist Eichberg im Rheintal natürlich nach wie vor eine kleine Gemeinde – aber gerade diese Überschaubarkeit, die damit verbundene ausgeprägte Autonomie, die Familiarität und die Lage, um­geben von viel Grün, sind es, welche sowohl den Alteingesessenen als auch den Zugezogenen dermassen an Eichberg gefällt. Der schon etwas in die Jahre gekommene Wahlspruch, «Eichberg, en Traum!», gilt für sie nach wie vor.

Eichbergs Probleme sind eine Folge seiner Qualitäten

Natürlich hat auch Eichberg seine Probleme, die zum Teil aber auch eine Konsequenz seiner Qualitäten sind. Bauamtsleiter Adrian Bücheli machen beispielsweise die Mountainbiker zu schaffen, die es geniessen, von den Höhen des Appenzellerlands die Wanderwege ins Rheintal hinabzufahren. Auf den steileren Wegen spült der Regen Bremsspurleisen aber schnell zu Gräben aus. Diese Wege wieder instand zu stellen, erfordert viel Zeit und Kraft, besonders wenn die Wege abgelegen sind und nicht maschinell unterhalten werden können.

Bei der Kleinheit der Gemeinde mag es auch keine grosse Verwaltung leiden. Allzuschnell wäre sie im Verhältnis zur Grösse der Gemeinde aufgebläht und teuer. Eichberg ist darum auf Generalisten angewiesen, die nur schwierig zu finden sind. Dass man in Stefan Althaus einen Nachfolger für den bald in Pension gehenden Gregor Kaiser fand, der sowohl dessen Funktionen als Ratsschreiber wie auch als Gemeindekassier übernehmen kann, ist für den Gemeindepräsidenten Alex Arnold «ein Riesenglück».

Und nicht zuletzt stellt sich die Frage, wie es in Eichberg nach dem starken Wachstum der letzten Jahre weitergehen soll. Die Baulandreserven sind knapp geworden. Das stellt Eichberg, das wie andere Gemeinden sei­- ne Raumordnung überarbeiten muss, vor eine besondere Herausforderung. Soll man verdichten und statt auf Einfamilienhäuser auf Mehrfamilienhäuser setzen? Und dann die Finanzen der früheren Ausgleichsgemeinde: In den letzten Jahren konnte der Steuerfuss zwar stetig auf aktuell noch 133 % reduziert werden. Doch was ist, wenn die Steuereinnahmen künftig nicht mehr reichen, um all die Aufgaben zu erfüllen, welche eine Gemeinde zu erfüllen hat? Soll sie dann Leistungen abbauen und zum Beispiel beim Strassenunterhalt oder bei der Schneeräumung sparen? Oder soll sie mehr Gebühren für ihre Leistungen verlangen? Oder den Steuerfuss wieder erhöhen?

Der Gemeinderat will diese Fragen nicht alleine beantworten, sondern die Bevölkerung dabei einbeziehen. Seit gestern ist auf http://eichberg.findmind.ch ein Fragebogen aufgeschaltet, welchen der Gemeinderat die Eichberger bis 24. Juni auszufüllen bittet. Wer das nicht online tun kann oder will, kann sich das Formular auch im Gemeindehaus holen. Das Ziel ist klar: Der Gemeinderat will, dass Eichberg für seine Bewohner «en Traum» bleibt.

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