EICHBERG: Vorversammlung ungewohnt schwach besucht

Die politische Gemeinde und die Primarschule haben heuer keine grossen Projekte geplant, ihre Rechnungen 2016 haben positiv abgeschlossen und die geplanten Ausgaben liegen im Rahmen.

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Alex Arnold musste an der Vorversammlung nur einzelne Fragen beantworten. (Bild: Kurt Latzer)

Alex Arnold musste an der Vorversammlung nur einzelne Fragen beantworten. (Bild: Kurt Latzer)

Den Besucherinnen und Besuchern der Vorversammlung im Restaurant Sonne bot sich am Dienstag ein ungewohntes Bild. Man könnte sagen: Verglichen mit Vorversammlungen in den vergangenen Jahren war der «Sonnen»-Saal leer. Erinnert sei an die Veranstaltungen, als es um Wasserbauprojekte ging, wie etwa die am Auerbach oder am Pfählmadgraben. Da gab es nicht nur keine freien Plätze mehr, ­einzelne Leute mussten sogar stehen.

«Entweder sind so wenige Leute gekommen, weil nichts Grosses ansteht, oder weil Gemeinderat und -verwaltung gute Arbeit geleistet haben», sagte Alex Arnold, Gemeindepräsident von Eichberg, nach der Begrüssung der Bürgerinnen und Bürger. Etwa 30 Eichbergerinnen und Eichberger hatten am Dienstagabend den Weg in die «Sonne» auf sich genommen.

Plus, statt Bezug aus der Reserve

Tatsächlich stehen dieses Jahr in der politischen Gemeinde keine grossen Vorhaben auf dem Programm. Das Augenmerk gilt dem Unterhalt von Strassen, der ­Wasserversorgung und der Elektrizitätsversorgung. Die Jahresrechnung fiel mit einem Ertragsüberschuss von knapp 140000 Franken besser aus, als der Gemeinderat angenommen hatte. Denn budgetiert hatte der einen Aufwandüberschuss von knapp 440000 Franken.

Zu schaffen machen der Gemeinde die Sozialkosten. «2016 hat die Gemeinde Eichberg 20 Fälle mit 42 Personen, darunter 17 Kinder, unterstützt. 2015 waren es sechs Fälle mit 15 Personen», sagte Alex Arnold. Aktuell liege die Sozialhilfequote mit 2,8 Prozent im kantonalen Vergleich im oberen Bereich. Die Gemeindeverwaltung habe es nicht nur mit mehr Fällen zu tun. «Es mussten viele Gespräche, auch mit beteiligten Stellen und im Rahmen von Interventionen geführt werden», sagte der Gemeindepräsident.

Das Budget 2017 ist ausgeglichen, grössere Investitionen stehen nicht an. Im Rathaus soll in die EDV und bei den Schulen Eichberg und Hinterforst ins Glasfasernetz investiert werden. Positiv sieht auch die Jahresrechnung 2016 der Primarschule aus, wie Schulpräsident Marcel Dürr sagte. Sie schliesst mit einem ­Ertragsüberschuss von knapp 109000 Franken. Der Finanzbedarf für 2017 liegt bei 1,91 Mio. Franken.

Zwei Anträge mehr als die politische Gemeinde

Die Stimmberechtigten der Primarschule haben nicht nur über Rechnung und Budget zu entscheiden, sondern zusätzlich über eine Änderung in der Gemeindeordnung und einen Baukredit von 50000 Franken. Letzterer wird für die Sanierung und Umbau der WC-Anlagen im Altbau des Schulhauses Dorf beantragt. Aus der Gemeindeordnung möchte der Schulrat Artikel 12 gestrichen haben, damit in Zukunft wieder die abgespeckte Form der Jahresrechnung in die Haushalte geschickt werden kann.

In der Umfrage gaben vor allem die Kosten für das Glasfaserkabel zu reden, das die Schulen Eichberg und Hinterforst mit Altstätten verbindet. Erstellt wird die Leitung durch die politische Gemeinde, die Schule zahlt für den Anschluss 3500 Franken Miete pro Jahr. «Da in der Schule die Beschaffung eines neuen Datenservers ansteht, ist es günstiger, uns stattdessen am Server in Altstätten anzuschliessen», sagte Marcel Dürr. Auch bei der Beschaffung von Hardware habe man bereits von der Zusammenarbeit mit Altstätten profitiert.

Und dann war da noch der «schnuderhääle Rank» auf der Hölzlisbergstrasse. Ein Bürger sagte, da seien bereits Leute bei trockener Strasse ausgerutscht. «Mit dem Ausholzen an dieser Stelle hat sich die Situation bereits verbessert», sagte Alex Arnold, «wir sind dabei, weitere Abklärungen zu treffen.»

Kurt Latzer