EICHBERG: Kriminaltango und Banküberfall

Am Samstag fand in der Mehrzweckhalle die Abendunterhaltung des Gemischten Chors Eichberg statt. Das Motto war «Mit Herz und Handschellen»: Es gab «kriminell gute Musik», wie Präsidentin Claudia Sgier sagte.

Theodor Looser
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Der Gemischte Chor Eichberg begeisterte das Publikum an der Unterhaltung. Claudia Sgier (rechts vorne) singt das Solo. (Bilder: Theodor Looser)

Der Gemischte Chor Eichberg begeisterte das Publikum an der Unterhaltung. Claudia Sgier (rechts vorne) singt das Solo. (Bilder: Theodor Looser)

Theodor Looser

Unter der Leitung von Karin Heeb sang der Gemischte Chor im ersten Teil einen bunter Liederreigen. Am Klavier begleitete Simon Meier den Chor. Im zweiten Teil wurde dann das Lustspiel «Mary und Joe» von Lukas Bühler aufgeführt. Regie führte Cornelia Vogt, Andrea Stark amtete als Souffleuse. Nach dem offiziellen Programm war Musik und Tanz mit den Stegreiflern.

Präsidentin Claudia Sgier begrüsste in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle ein gut gelauntes Publikum zur Unterhaltung. Man befinde sich jetzt, sagte sie, an einem Tatort für kriminell gute Musik. Das erste Lied war der allseits bekannte «Kriminaltango». Kriminell war zwar der Inhalt, äusserst fein ausbalanciert hingegen die einzelnen Stimmen. Sarah Büchel und Gery Arnold unterhielten dann zwischen den Liedern mit kurzen, lustigen Sketches das Publikum. Der junge Lorenz Angst sang ­darauf gemeinsam mit Vater Christof Angst die Solos im Lied «Öses Lendli».

Viel Beifall für den Chor und seine Solisten

Weiter ging es mit stimmge­waltigen Solosängern. Michael Schlegel sang das Solo in «Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett», Claudia Sgier übernahm den Solopart in «Fix You». Das Lied «Ba – Ba – Banküberfall» passte zum Motto des Abends, in «Heal the World» sang Sarah Büchel eindrucksvoll die Solostimme.

Präsidentin Claudia Sgier dankte am Ende des musikalischen Teils vor allem Pianist Simon Meier und Dirigentin Karin Heeb, aber auch allen anderen freiwilligen Helfern. Eine Zugabe schloss den mit viel Beifall belohnten Liederreigen ab.

Nach der Pause wurde das Lustspiel «Mary und Joe» aufgeführt. Eveline Obrist spielte die Hausfrau Mary Vetter, Julian Bochmann den Räuber Killer Joe, Bea Rohner die Polizistin Hösli, Hanspeter Dietrich den Polizisten Schmutz, Agnes Löhrer die italienische Putzfrau Biondi und Jasmin Stieger die Spitex-Schwester Elisabeth.

Die Geschichte von Killer Joe und Hausfrau Mary

Passend zum Motto des ersten Teils war auch der Inhalt des Theaterstücks. Killer Joe hatte die Bank Eichberg ausgeraubt und war mit seiner Beute auf der Flucht zufällig in der Wohnung seiner ehemaligen Klassenkameradin Mary gelandet. Da es noch tiefste Nacht war, versteckte er die Beute in einem Kissen und wollte auf der Couch warten, bis die Polizisten verschwunden waren. Dabei wurde er von der Hausfrau Mary Vetter entdeckt. Sie erkannte in ihm sofort den ehemaligen Schulschatz, ahnte aber nichts von seiner Tat.

Das Publikum war begeistert, es wurde viel gelacht und die glänzenden Auftritte der Schauspieler wurden beklatscht. Als dann noch die Polizisten Hösli und Schmutz eintrafen und Mary Vetter verhörten, begann ein Durcheinander. Putzfrau Biondi fand schliesslich die Beute im Kissen, Polizist Schmutz versuchte, dem als Spitex-Schwester verkleideten Killer Joe den Hof zu machen. Beim Happy-End entkam die zuvor tot geglaubte Biondi mit der Beute, Killer Joe und Mary besiegelten ihre neu entfachte Liebe auf den Bahamas.