EICHBERG: Hallenbad kostet Arnold 20 Fr.

Mit Bezug auf den eigenen Lohn tat Alex Arnold kund, welchen jährlichen Beitrag er selbst für ein Hallenbad leistet.

Gert Bruderer
Drucken
Teilen

Die einhellige Zustimmung zum regionalen Projekt kommentierte Gemeindepräsident Arnold an der Bürgerversammlung mit ei­nem «Wunderbar». Dass Eichberg geschlossen hinter einem neuen regionalen Hallenbad in Altstätten stehe, erfülle ihn mit Stolz und freue ihn sehr, sagte der Gemeindepräsident nach der Abstimmung.

Zuvor hatte er ein kurzes, aber eindringliches Plädoyer für die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg gehalten. Zusammenzustehen, wenn es darauf ankomme, das sei es, womit eine Region Zeichen setze.

Steuerlast wird kleiner

Der Anteil, den Eichberg für ein regionales Hallenbad aufzuwenden hat, beträgt 671000 Franken. Es ist vorgesehen, diese Summe direkt abzuschreiben – ein Vorgehen, das in diesem Jahr letztmals möglich ist, bevor auf kantonales Geheiss ein neues Rechnungsmodell den Gemeinden ein engeres finanzielles Korsett aufzwingen wird.

Der mutmassliche jährliche Betriebsbeitrag beläuft sich für Eichberg auf 16000 Franken. Was dies für den einzelnen Steuerzahler bedeutet, erläuterte Alex Arnold mit Bezug auf sich selbst. Von den eigenen 15000 Franken Steuern, die er zu bezahlen habe, gingen lediglich 20 Franken fürs Hallenbad weg, sagte er. Ein verschwindend kleiner Anteil also, gab der Präsident zu verstehen.

Überhaupt die Steuern: Die Last wird kleiner, denn wie viele andere Gemeinden, senkt auch Eichberg seinen Steuerfuss. Statt 139 Prozent wie bisher, beträgt er in Zukunft 133 Prozent.

Glasfaserleitung für die Schule

Schon Schulpräsident Marcel Dürr hatte an der Versammlung der Schulbürger (die jener von politisch Eichberg vorausgegangen war) klar gemacht: «Wir brauchen das Hallenbad, um unseren schulischen Auftrag zu erfüllen.»

Die von Arnold betonte Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg pflegt auch die Schule. Sie verzichtet seit letztem Sommer auf einen eigenen Server (der sonst zu erneuern gewesen wäre) und spannt in der Informatik mit der Schule von Altstätten zusammen. Das senke nicht nur die Kosten, sondern lasse Eichberg auch vom Altstätter Know-how profitieren, sagte Schulpräsident Dürr.

Innerhalb der eigenen Gemeinde klappt die Zusammenarbeit ebenfalls, hier korporationsübergreifend. Denn die politische Gemeinde – speziell das EW – hat die Schule im Hinblick auf die Nutzung neuer Technik unterstützt. Damit die Vereinbarung mit Altstätten möglich war, musste eine zuvor fehlende Glasfaserverbindung erstellt werden.

Schmetterlinge im Bauch

Die Einstimmigkeit am Freitagabend galt übrigens für sämtliche Geschäfte. Sowohl die Stimmberechtigten der Schule als auch jene der politischen Gemeinde genehmigten Jahresrechnung und Budget ohne Gegenstimmen.

Für Gregor Kaiser, der in Rente geht, war die Bürgerversammlung die letzte, die er als Gemeindeschreiber miterlebte. Wie man weiss, tritt Anfang August Stefan Althaus die Nachfolge an.

Verbunden waren die beiden Bürgerversammlungen mit der Verleihung des Eichberger Anerkennungspreises an Elsi und Arthur Hofstetter (siehe Piazza Seite 48) sowie einer Darbietung der Viert- bis Sechstklässler. Sie hatten ihre Skilagererlebnisse in Reime gefasst, sangen und zeigten Bilder. Wohl alle Eltern sahen sich an eigene Skilagererlebnisse erinnert, vielleicht auch bei dieser Zeile: «Mit Schmetterling im Buuch schlofed mer i und freued üs uf morn, uf d’Ski.»

Gert Bruderer