Eichberg
Genossenschaft «Wohnen in Eichberg» gegründet

Vor kurzem wurde die Genossenschaft «Wohnen in Eichberg» gegründet. Die Gründung der Genossenschaft geschah ohne Gegenstimme und mit der Gründung fliessen erste Gelder.

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Der Vorstand (von links): Präsident Werner Walt, Daniel Kisslig, Michele Motzer und Rico Heeb.

Der Vorstand (von links): Präsident Werner Walt, Daniel Kisslig, Michele Motzer und Rico Heeb.

Bild: PD

(red/pd) Kürzlich wurde die Genossenschaft «Wohnen in Eichberg» aus der Taufe gehoben. Begonnen hat ihre Geschichte mit dem «Legat Züst». Die Zuwendung des verstorbenen William Züst-Loser an die Gemeinde Eichberg war der Grundstein für ein neues Wohnprojekt, das gemeinnütziges und kostengünstiges Wohnen anbietet.

Eichbergs Gemeindepräsident Alex Arnold, er führte als Tagespräsident die Gründungsversammlung durch, ist glücklich über die Gründung der Genossenschaft, sind seit des Vermächtnisses doch schon acht Jahre vergangen.

22 Personen sind in der Genossenschaft dabei

22 Genossenschafter, die vorher eine Absichtserklärung unterzeichnet hatten, trafen sich im Werkhof Eichberg. Die Gründung der Genossenschaft geschah ohne Gegenstimme. Die vorgeschlagenen Statuten sowie das Budget wurden genehmigt und der portierte Verwaltungsrat einstimmig gewählt. Werner Walt, Delegierter der Ortsgemeinde Eichberg, wird Präsident, Rico Heeb Vertreter der Politischen Gemeinde. Daniel Kisslig und Michele Motzer komplettieren den Vorstand.

Die Genossenschaft ist jetzt handlungsfähig und mit der Gründung fliessen erste Gelder. Werner Walt zeigte sich sehr erfreut über die bis heute zugesagten Gelder. Diese bestehen aus dem Erlös der Auflösung des Zweckverbands Sonnengarten Altstätten und dem Legat Züst von 547'000 Franken, dem zugesagten Beitrag der Ortsgemeinde Eichberg (200'000 Franken) und den Beiträgen der Genossenschafter von total 81'000 Franken.

Der Präsident unterstrich auch die «sehr grosszügige Haltung des Architekturbüros Novaron Architektur Baumanagement Konzept AG, die bis heute grosse Vorleistungen ohne Entlöhnung getätigt hat.»

Keine Realisierung als kompletter Holzbau

Das Team um Werner Walt hat sich auch schon mit Grundsatzfragen beschäftigt und Lösungen erarbeitet. Über diese informierte Walt die Versammlung. So wird das Projekt angelehnt an den Minergie-Standard realisiert, aber in gewissen Punkten davon abweichen. So soll etwa auf eine Lüftung verzichtet werden. Die Realisierung einer Schnitzelheizung ist wegen der Platzverhältnisse nicht möglich. Eine solche müsste im grösseren Rahmen für mehrere weitere Gebäude realisiert werden, was nicht die Aufgabe der Genossenschaft ist.

Ebenso wird auf die Realisierung als kompletter Holzbau verzichtet. Zum Entscheid haben besonders die unsichere Situation auf dem Holzmarkt und die finanziellen Konsequenzen geführt, die dem Grundsatz des kostengünstigen Wohnungsbaus entgegenstehen.

Im nächsten Schritt schafft der Vorstand nun umgehend die rechtlichen und vertraglichen Grundlagen des Projekts: Eintrag ins Handelsregister, Architektenvertrag, Vertrag mit der Gemeinde zur Nutzung des Grundstücks im Baurecht und die Vorbereitung des Baubewilligungsverfahrens. Mitte Juli soll die Baubewilligung eingereicht werden. Gemäss heutiger Planung ist im Herbst 2023 mit dem Bezug der Wohnungen zu rechnen.