Eichberg baut Auerbach aus

EICHBERG. Die Einsprachen gegen den Ausbau des Baches im oberen Abschnitt sind bereinigt. Der Verbesserung des Hochwasserschutzes am Auerbach steht damit nichts mehr im Weg.

Kurt Latzer
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Alex Arnold ist zufrieden; die letzten Einsprachen gegen die Etappe im oberen Bereich des Auerbachs sind bereinigt und die Arbeiten können im Frühjahr beginnen. (Bild: Kurt Latzer)

Alex Arnold ist zufrieden; die letzten Einsprachen gegen die Etappe im oberen Bereich des Auerbachs sind bereinigt und die Arbeiten können im Frühjahr beginnen. (Bild: Kurt Latzer)

Die Verbesserung des Hochwasserschutzes am Auerbach ist seit dem Unwetter 2009 in Planung. Vorgesehen war der Ausbau des Geschiebesammlers Krenz, weitere Massnahmen im Bach und der Bau eines neuen «Sammlers» im Gebiet Wanne. Weil ein (mittlerweile verstorbener) Bürger für den Geschiebesammler Wanne seinen Boden nicht hergeben wollte – er hätte über 70 Prozent seines Grundstücks abtreten müssen –, wurde das Projekt Auerbach in die Etappen Oberlauf und Unterlauf geteilt. Zudem wurde als Alternative zum «Sammler Wanne» ein Geschiebe-Auffangbecken im Gebiet Gschwend in die Planung aufgenommen. Vorgesehen war, so schnell als möglich mit der Sanierung im Oberlauf zu beginnen. Aber auch dagegen erhoben einige Eichbergerinnen und Eichberger Einsprache.

Alternative bleibt

Alex Arnold, Gemeindepräsident von Eichberg, schaut zufrieden auf die Pläne des Projektes Hochwasserschutz Auerbach. «Alle Einsprecher haben ihre Eingaben zurückgezogen», freut er sich. Wieso aber gab es gegen die Etappe im Oberlauf Einsprachen? Arnold: «Die Einsprecher wohnen mehrheitlich am unteren Bachlauf. Sie wollten verhindern, dass mit den Arbeiten im Oberlauf der Bau des Geschiebesammlers im Gschwend verunmöglicht wird.»

Platz für 12 500 m3 Geschiebe

Mit dem Rückzug der Einsprachen steht den Arbeiten am Auerbach nichts mehr im Weg. Das entsprechende Projekt liegt nun zur Prüfung beim Kanton. «Ich gehe davon aus, dass wir kommenden Monat aus St. Gallen das Okay bekommen», ist Arnold zuversichtlich. Erste Vorarbeiten, wie etwa das Markieren von Bäumen, die gefällt werden müssen, seien bereits im Gange. Mit den Waldeigentümern müsse man noch besprechen, was mit dem Holz geschehen soll.

Für einen bestmöglichen Hochwasserschutz sind am Auerbach Geschiebesammler mit einem Volumen von 12 500 Kubikmetern nötig; haben die Fachleute zumindest so errechnet. Heute ist Platz für 5000 Kubikmeter Geschiebe, 2000 im Lattenwald und 3000 im Krenz. Letzterer wird in der kommenden Ausbauphase auf 5000 m3 vergrössert.

Pfählmadgraben in Planung

Weiter ist vorgesehen, das Bachbett zu erhöhen und Sperren zu reparieren. Um alle Geschiebesammler mit schwerem Gerät erreichbar zu machen, wird die Lattenwald-Strasse repariert und ausgebaut. Alex Arnold: «Erst nächstes Jahr, wenn sich die Strasse etwas gesetzt hat, wird an einem Abschnitt am Oberlauf weitergearbeitet.» Die Strasse sei nicht nur wichtig für die Bauarbeiten, sondern auch für das regelmässige Entleeren der «Sammler». Nach Abschluss der ersten Etappe wolle man das Werk vollenden und den Unterlauf des Auerbachs in Angriff nehmen. Noch steht nicht fest, ob dort der Sammler Wanne gebaut werden kann, der die restlichen 5500 m3 Geschiebe auffangen soll, oder doch die Alternative zwischen Lattenwald und Krenz. Eines aber ist schon heute klar: Den Planern und Gemeindebehörden wird in den nächsten Jahren die Arbeit an den Gewässern nicht ausgehen. In Eichberg steht bereits das nächste Bachprojekt an, die Verlegung des Pfählmadgrabens.

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