Edith Beerli stellt zweites Buch vor

Vor zwanzig Jahren gab Edith Beerli in ihren «Spitzbubengeschichten» manchen Streich und eine Reihe lustiger Episoden aus ihrem Leben preis. Am Samstag, 22. November, präsentiert sie in Oberriet ihr zweites Werk.

Merken
Drucken
Teilen
Das neue Buch von Edith Beerli hat einen ernsten Inhalt: Sie schreibt über ihr Leben. (Bild: pd)

Das neue Buch von Edith Beerli hat einen ernsten Inhalt: Sie schreibt über ihr Leben. (Bild: pd)

OBERRIET. Edith Beerli nimmt die Leser mit auf eine Reise in ihre Vergangenheit. In lebhafter Art und Weise schildert die Autorin, wie sie sich immer wieder auf die Suche nach ihren Wurzeln gemacht hat. In den gut siebzig Jahren Lebensgeschichte hat sich so viel Aussergewöhnliches ereignet, dass es einen nicht erstaunt, dass die vielen schmerzlichen Erfahrungen, aber auch die immer wieder erfahrene Unterstützung Edith Beerli geprägt haben.

Bei Pflegeeltern aufgewachsen

Die Not brachte eine junge ledige Mutter dazu, ihr Kind in ein Kinderheim zu bringen und zur Adoption freizugeben. Als etwas über Dreijährige kam Edith zu Pflegeeltern nach Oberriet. Wie schwierig dieser Wechsel nach der geselligen Zeit im Kinderheim war, schildert die Autorin auf den ersten Seiten ihres neuen Buches. Die Nachkriegsjahre prägten die einfachen Lebensumstände.

Schwierige Lebensabschnitte

Während eines Krankenhausaufenthaltes im jungen Erwachsenenalter kam sehr intensiv der Wunsch, die eigenen Wurzeln, die Vergangenheit kennenzulernen.

Ein abenteuerlicher Weg begann, und nur dank verschiedener glücklicher Umstände war es möglich, das Lebens-Puzzle Stein um Stein zusammenzusetzen. Ein tragischer Arbeitsunfall nach achtmonatiger glücklicher Ehe war der prägendste und schmerzhafteste Einschnitt im Leben von Edith Beerli. Sie verlor nicht nur ihren über alles geliebten Mann, sondern auch das ungeborene Kind. Es folgten viele schwierige Lebensabschnitte, doch immer wieder war das Aufschreiben des Erlebten ein Teil zur Bewältigung des Schmerzes. So entstanden nach und nach Dokumente von Erlebtem, die die Autorin nun mit der Herausgabe ihres Buches einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Es geht ihr nicht nur ums Klagen und Schildern von allem Schweren. Sie zeigt auch immer wieder die schönen Seiten des Lebens. Und wenn man heute mit Edith Beerli ins Gespräch kommt, so spürt man eine riesige Dankbarkeit gegenüber Gott und all jenen Menschen, die ihr im Leben immer wieder Gutes erwiesen haben.

Präsentation im Pfarreiheim

Kommenden Samstag, 22. November, um 16.15 Uhr stellt Edith Beerli im Pfarreiheim Oberriet ihr neues Buch vor. Die Erzähl- und Lesestunde wird von Severin Hutter am Hackbrett festlich umrahmt. Gemeinderat Beni Heeb sowie Nationalrat Roland Rino Büchel haben ihre Anwesenheit zugesagt und werden so die Autorin auch offiziell ehren.

Zu diesem Anlass ist jedermann eingeladen, der Eintritt ist frei. (pd)