Edelmais: ein Duo, das polarisiert

Stimmen nach der Premiere des Circus Knie in Rapperswil. Mit viel Lob für Fredy Knie und die Pferde – und geteiltem Echo auf die Komiker René Rindlisbacher und Sven Furrer.

Rolf App
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Jux mit Geräuschen: Sven Furrer und René Rindlisbacher. (Bild: ky)

Jux mit Geräuschen: Sven Furrer und René Rindlisbacher. (Bild: ky)

St. Gallen. Oft hat er selbst einen Auftritt, wenn der Circus Knie Premiere feiert. Am Donnerstagabend aber ist Pic da, zusammen mit Partnerin und Tochter, und ist begeistert vom neuen Programm «Vive le Cirque!». «So viel <Musik> in den Tiernummern», sagt er, und kommt aus dem Schwärmen über Fredy Knies Pferdekunst kaum mehr heraus – durchaus zu Recht. «Aber auch die Artisten bieten Unglaubliches, vor allem Zhang Fan auf dem Schlappseil.» 1983 und 1991 ist Pic selber mit dem Circus Knie unterwegs gewesen – und hat unvergessliche Eindrücke hinterlassen.

Vor allem an René Rindlisbacher und Sven Furrer vom Komikerduo Edelmais scheiden sich die Geister. Die Sängerin Nella Martinetti ist zwar von Rindlisbacher im Scheinwerferlicht willkommen geheissen worden, sie könnte aber auf die Edelmais-Auftritte gut verzichten. «Mir hat dieser Clown Barto so gut gefallen», sagt sie. Und in der Tat: Barto erobert die Lachmuskeln auf besondere Weise, mit geradezu minimalistischer Kunst.

Viktor Giacobbo sieht das ganz anders. «Aber nein», meint er, «Edelmais passen hervorragend – schon weil sie viel mit dem Publikum machen.» Es sei ein Programm aus lauter Highlights, zieht er Bilanz. «Unglaublich, was Fredy Knie mit den Pferden macht.»

Thomas Scheitlin teilt diese Auffassung. Obwohl er Ende April den Circus Knie praktisch vor der Haustür haben wird, kommt der St. Galler Stadtpräsident immer gerne nach Rapperswil – zumal seine Frau von hier ist. Und er ist gespannt, wie sich das Programm bis zum St. Galler Gastspiel verändert. Der Feinschliff beginnt erst.

Ein Rätsel bleibt: Wie eng ist die Beziehung Giacobbos zu jener 35-Jährigen, hinter der der «Blick» Liebe vermutet? Freundlich fassen sie sich am Arm, aber was bedeutet das beim diskreten Giacobbo? Dafür ist ein Rätsel gelöst: Der vom Duo Edelmais zum Opfer seiner ersten Spässe erkorene Mann aus der ersten Reihe heisst Thomas, kommt aus Luzern und ist Journalist – es ist Thomas Bornhauser, Chefredaktor der «Neuen Luzerner Zeitung».

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