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Ebbe in der Wasserkasse

Die Gemeinde hat die letzten Jahre viel in die Wasserversorgungsinfrastruktur investieren müssen und muss es weiterhin. Jetzt ist das Kässeli des Wasserwerks leer. Ab Oktober werden höhere Gebühren in Rechnung gestellt.
Max Tinner
Zurzeit wird das Reservoir Kalkofen für rund eine Million Franken erneuert. In der Grube im Bildvordergrund waren bis vor Kurzem zwei hundert Jahre alte 200 m3-Rundbecken. An ihre Stelle wird eine 650 m3-Wasserkammer gebaut. Hinter dem Schieberhäuschen befindet sich in der Erde noch eine weitere 700 m3 Wasser fassende Zisterne. (Bild: Max Tinner)

Zurzeit wird das Reservoir Kalkofen für rund eine Million Franken erneuert. In der Grube im Bildvordergrund waren bis vor Kurzem zwei hundert Jahre alte 200 m3-Rundbecken. An ihre Stelle wird eine 650 m3-Wasserkammer gebaut. Hinter dem Schieberhäuschen befindet sich in der Erde noch eine weitere 700 m3 Wasser fassende Zisterne. (Bild: Max Tinner)

Die von der Wasserversorgung erhobenen Gebühren für das Wasser, das die Rüthnerinnen und Rüthner aus ihren Wasserhahnen laufen lassen oder das Klo hinab spülen, reichen schon länger nicht mehr aus, um die nötigen Investitionen zu finanzieren. Das liegt am enormen Sanierungsbedarf: «Wir haben viele alte Leitungen, die wir nach und nach erneuern müssen», erklärt Gemeindepräsident Philipp Scheuble. Das habe die letzten Jahre einiges gekostet, umso mehr, als relativ lange Strassenzüge – mit dementsprechend langen Leitungssträngen – saniert wurden wie zuletzt die Büchelstrasse. Allein die zweite Etappe für die Erneuerung dieser Hy­drantenleitung dieses Jahr kostet schon eine gute halbe Million Franken.

Das Herz der Rüthner Wasserversorgung

Ausserdem hatte das Wasserwerk für dieses Jahr noch einen weiteren grossen Posten im Budget: Die Sanierung des Reservoirs Kalkofen. Sie ist nötig geworden, weil die beiden ältesten Wasserkammern schadhaft geworden waren. Das Reservoir Kalkofen ob dem Dorf ist das Herz der Rüthner Wasserversorgung. Als man es etwa um das Jahr 1920 herum baute, fasste es 400 m3. Das würde längst nicht mehr genügen. Die Gemeinde hat darum bereits 1988 die Anlage um eine zusätzliche Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 700 m3 erweitert. Weil Rüthi die letzten Jahre über den damaligen Erwartungen gewachsen ist, wird nun mit der Sanierung das Reservoir grad nochmal erweitert. Anstelle der beiden mittlerweile rückgebauten 200 m3-Behälter wird eine 650 m3 fassende Kammer gebaut. Insgesamt wird die Anlage künftig also 1350 m3 Wasser vorrätig halten.

Die Bauarbeiten am Reservoir Kalkofen kosten das Wasserwerk rund eine Million Franken. Aus Reserven lässt sich dies nicht finanzieren. Diese waren nämlich bereits vor vier Jahren aufgebraucht. Seitdem werden Schulden gemacht, um die Kosten zu decken, die über die eingenommenen Gebühren hinausgehen. Um sie nach und nach wieder abzahlen und die weiteren Investitionen finanzieren zu können, erhöht der Gemeinderat nun, wie an der Bürgerversammlung angekündigt, auf Anfang Oktober die Konsumgebühr. Das ist die Verbrauchsgebühr, die zusätzlich zur (gleichbleibenden) Pauschale erhoben wird.

Doppelt so teuer wie noch 2015

Neu kostet der Kubikmeter Wasser Fr. 1.60 statt Fr. 1.20. Da­- mit zahlen die Rüthnerinnen und Rüthner für ihr Wasser doppelt so viel als noch vor ein paar Jahren. Im Herbst 2015 hat der Gemeinderat nämlich den Wasserzins bereits einmal erhöht. Bis dahin hatte der Kubikmeter Wasser noch 80 Rappen gekostet.

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