Durchgehend zwischen Wänden

RHEINECK. Das 50-jährige Teilstück St. Margrethen–Buriet der Autobahn N1 soll ab dem Jahr 2015 rundum erneuert werden. Aktuell laufen drei Plangenehmigungsverfahren. Vorgesehen sind auf beiden Seiten abschnittweise durchgehende Lärmschutzwände.

René Schneider
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Legende mag

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In Rheineck, St. Margrethen und Thal liegen die Planunterlagen kilo- bzw. schachtelweise zur Einsicht bereit. Das «Projekt N01/56» des Bundesamtes für Strassen (Astra) wird eine der grössten Strassenbaustellen der Region sein. Baustart soll 2015 sein, die Bauzeit etwa zwei Jahre dauern. Während der Bauzeit werden «die Auswirkungen überschaubar sein», verspricht Matthias Renggli von der Astra-Informationsstelle. In beiden Richtungen seien immer zwei Fahrspuren in Betrieb. Nicht mehr überschaubar wird nach der Erneuerung die Landschaft entlang der Autobahn zwischen St. Margrethen und Buriet sein. Es ist geplant, auf beiden Seiten abschnittweise Lärmschutzwände zu bauen. Visierstangen entlang der Autobahn vermitteln seit ein paar Wochen einen Eindruck davon, wo und wie hoch künftig die Wände stehen werden. Zusammen mit den bestehenden Wällen und Wänden wird die Autobahn in Zukunft praktisch durchgehend in einem nach oben offenen Tunnel verlaufen. Im Rahmen der Bauarbeiten für rund 135 Mio. Franken werden die Fahrbahnen erneuert wie auch die Kunstbauten sowie die Entwässerung. Das Städtli Rheineck wird von den Vorbeifahrenden nicht mehr wahrgenommen werden. Stadtpräsident Hans Pfäffli nimmt's gelassen: «Wer uns besuchen will, findet uns auch so.» Er glaube nicht, dass allein die Sicht auf Rheineck dem Ort Touristen bringe. Die kämen eher mit dem Velo, auf ihrer Tour «rund um den Bodensee». Der Alarmwert für Lärm werde an manchen Orten im Städtli überschritten, sagt der Stadtpräsident. Rheineck kämpfte während zwanzig Jahren für einen Lärmschutz. Die Höhe von sechs Metern für die Schutzwand sei nötig, um ausreichenden Schutz zu erreichen. Der Stadtrat versuche aktuell, auf die Gestaltung der Wand Einfluss zu nehmen. Weil diese im technischen Aufbau beidseitig «lärmschluckend» sein muss (damit der Eisenbahnlärm nicht reflektiert wird) komme nur eine Bepflanzung vor der Wand in Frage, sagt Pfäffli. Der Stadtrat wolle das beim Plangenehmigungsverfahren geltend machen.

Rheineck (rechts) und der St. Margrether Ortsteil Ruderbach werden hinter Lärmschutzwänden verschwinden. Auch Richtung Höchst und Gaissau und entlang des Alten Rheins werden durchgehend Wände und Wälle stehen. (Bild: Bildmontage: Hubert Jahn)

Rheineck (rechts) und der St. Margrether Ortsteil Ruderbach werden hinter Lärmschutzwänden verschwinden. Auch Richtung Höchst und Gaissau und entlang des Alten Rheins werden durchgehend Wände und Wälle stehen. (Bild: Bildmontage: Hubert Jahn)