Drohne unter Beschuss

Am 1. August sind zwei Drohnen über Gachnang geflogen. Das Problem: Von den Drohnen sind Feuerwerkskörper gezündet worden. Die Polizei ermittelt.

Katharina Brenner
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GACHNANG. In Gachnang gab es am 1. August tagsüber ein Feuerwerk: Zwei Drohnen flogen über das Dorf. Eine Drohne beschoss die andere mit Feuerwerkskörpern. Ein Video der Aktion war bis gestern Nachmittag unter dem Titel «1.-August-Drohnenflug» auf YouTube zu sehen.

Die Aktion hat nun Folgen: «Wir haben Ermittlungen eingeleitet wegen Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Sprengstoffgesetz», sagt Daniel Metzler von der Kantonspolizei Thurgau. Wer dahinter stecke, sei noch unklar. «20 Minuten» geht von einem 20-Jährigen und dessen Bruder aus. Metzler sagt, die beiden würden befragt. Sobald die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen habe, prüfe die Staatsanwaltschaft, ob eine strafbare Handlung vorliegt.

Gachnangs Gemeindepräsident Matthias Müller hat durch die Zeitung von dem Video erfahren. «Ich finde es schon etwas happig», sagt er. Der Gemeinderat hat zum 1. August ein Merkblatt veröffentlicht: Die Gemeinde könne Feuerwerke weder verbieten noch bewilligen, heisst es darin, sie seien aber zehn Tage im Voraus zu melden. Das sei in diesem Fall nicht passiert, sagt Müller. Drohnen tauchen im Merkblatt nicht auf: «Auf die Idee sind wir gar nicht gekommen.» Er denkt aber, das werde geändert. Neue Techniken hätten eben Vor- und Nachteile.