Dritter Sieg in Folge

Der FC St. Margrethen feiert in der 2. Liga nach seinem Fehlstart den dritten Sieg in Folge: Die Rheinau-Kicker gewinnen in Rebstein völlig verdient mit 3:0 (0:0).

Remo Zollinger
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Luftkampf zwischen Rebsteins Joshua Böhrer und St. Margrethens Naim Memeti: Am Schluss sprangen die Gäste höher. (Bild: Remo Zollinger)

Luftkampf zwischen Rebsteins Joshua Böhrer und St. Margrethens Naim Memeti: Am Schluss sprangen die Gäste höher. (Bild: Remo Zollinger)

FUSSBALL. Der Unterschied in diesem Derby lag primär in der Offensive, wo St. Margrethen klar überlegen war.

FCR: Stunde ohne Torschuss

62 Minuten lang mussten sich die zahlreichen Zuschauer auf der Rebsteiner Birkenau gedulden, ehe St. Margrethen-Torhüter Slavko Klaric erstmals eingreifen musste: Nach einem Freistoss kam Baumgartner per Kopf zum Abschluss, konnte den Goalie aber nicht beunruhigen. Die Situation steht symbolisch für die gesamte Partie: Rebstein hatte keine Chance, gegen St. Margrethen zu Punkten zu kommen. Gerade in der Offensive zeigten die Gäste den Rebsteinern die Limiten deutlich auf.

Vor dem Seitenwechsel entwickelte sich eine Partie, die ausgeglichen war, wobei schon da St. Margrethen gefährlicher war. Rebstein hatte zwar mehr Ballbesitz und gab an sich keine schlechte Figur ab, wirkte gegen vorne aber absolut ideen- und wirkungslos. Vor der Pause hatte aber auch St. Margrethen nur zwei Chancen, die sogar eher per Zufall zustande kamen; ein Tor fiel dabei nicht.

Doppelschlag in vier Minuten

Das 1:0 kündigte sich dann zunehmend an: Abazi verpasste zuerst das Abspiel (48.), dann scheiterte Ljatifi mit einem Distanzschuss am stark reagierenden Guimaraes. In der 56. Minute war es dann so weit: Die Rebsteiner Abwehr unterschätzte einen hohen Ball, Forgia reagierte am schnellsten und spitzelte das Leder zum 1:0 über die Linie. Ein Tor, das den Unmut des Rebsteiner Publikums auf sich zog, da Forgia den Ball unabsichtlich mit der Hand vorwärts schob. Das zweite Tor fiel aber gleich kurz darauf: Abazi setzte mit einem flachen Pass Ljatifi ein, der ohne Probleme zum 2:0 einschob. Erst der doppelte Rückstand vermochte den Rebsteiner Stolz zu wecken, bis dahin waren die Gastgeber offensiv inexistent.

Zwei Rebsteiner Chancen

Dann ereignete sich die eingangs erwähnte Chance für Baumgartner, ehe Tomasic (77.) sich den Ball aus bester Position zu weit vorlegte, weshalb Klaric auch diese potenzielle Gefahr im Keim ersticken konnte. Dazwischen war Rebstein zum Torhütertausch gezwungen: Guimaraes musste das Feld mit Rot verlassen, nachdem er gegen den omnipräsenten Ljatifi einen Schritt zu spät gekommen war.

Abazi krönt seine Leistung

Rebstein zeigte sich in der Folge zwar bemüht, aber weiter nicht zwingend. Man könnte durchaus das Fazit ziehen, dass sich das Team konsequent weigerte, aufs Tor zu schiessen, um wenigstens einen Glückstreffer herbeizuführen. Da machten es die St. Margrether deutlich schnörkelloser: Auch in der 90., als Abazi zuerst am eingewechselten Kühn scheiterte, ehe er doch noch das 3:0 schoss und damit seine starke Leistung krönte.

In der Tabelle darf sich St. Margrethen, das mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet war, nun wieder nach oben orientieren, während Rebstein nach dem Derbysieg bei Montlingen wieder einen Rückstand einstecken muss und auf fünf Punkten sitzen bleibt.

2. LIGA, GRUPPE 1 Rebstein – St. Margrethen 0:3 (0:0) Birkenau – 350 Zuschauer – SR: Zeqiri. Tore: 56. Forgia 0:1, 60. Ljatifi 0:2, 90. Abazi 0:3. Rebstein: Guimaraes; Haltiner, Kühnis, Gächter, S. Eugster; Köppel, Vasic; Schranz (53. T. Rexhepi), Böhrer (46. Tomasic), Aebersold; Baumgartner (72. Kühn). St. Margrethen: Klaric; Hajrullahu, Marku, Shoshi, Stella; Memeti, De Matos (63. Maliqi); Cetinkaya, Abazi, Forgia; Ljatifi (80. Axhija). Gelb: 45. Stella (Foul), 60. Köppel (Reklamieren), 66. Marku (Unsportlichkeit), 82. Memeti, 92. Tomasic (beide Foul). Rot: 70. Guimaraes (Notbremse).

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