Dreisten Einbrecher hart bestraft

Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland schickt einen Dieb für drei Jahre ins Gefängnis. Der Mann hatte serienweise Einfamilienhäuser aufgebrochen, um Spielschulden zu begleichen.

Reinhold Meier
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MELS. Die Diebstahlserie dauerte zehn Monate. Erst beim 33. Einbruch war Schluss, dank einer Handy-Überwachung. Bis dahin war es einem 40-jährigen Bosnier gelungen, zwischen Zürich, Chur und St. Gallen Güter im Wert von fast 400 000 Franken zu klauen. Dabei suchte er sich freistehende, menschenleere Häuser aus und stieg durch rückwärtig gelegene Fenster ein. In der Region Werdenberg-Sarganserland war er ebenso tätig wie in den Kantonen Schwyz und Glarus. Selbst in Liechtenstein laufen Verfahren gegen ihn. Der Sachschaden beläuft sich auf 50 000 Franken, 52 Zivilkläger haben Forderungen an den Mann. Die Anklage forderte drei Jahre Gefängnis und attestierte dem Bosnier erhebliche kriminelle Energie. Sie betonte, dass er schon kurz nach seiner Einreise in die Schweiz mit dem Raubzug begonnen und auch nicht damit aufgehört habe, als seine Spielschuld bezahlt gewesen sei. Verschärfend kämen Vorstrafen aus Deutschland hinzu. Der Beschuldigte ist geständig. Er habe zwei Leben geführt und sei froh gewesen, als er verhaftet worden sei. Jetzt wolle er nur noch zurück nach Bosnien. Sein Anwalt plädierte auf zwei Jahre Gefängnis, wovon ein Jahr bereits abgesessen, das zweite auf Bewährung auszusprechen sei. Der Mann könne somit bald abgeschoben werden. Daraus wird nun nichts: Das Gericht verurteilte ihn zu drei Jahren Gefängnis.