Dreiersprung bis Doppellutz

Der Höhepunkt für die jungen Aktivmitglieder des Eislaufvereins Mittelrheintal ist die Clubmeisterschaft. Die Wintersaison endete am Sonntag mit einem Feuerwerk von Kürvorträgen.

Maya Seiler
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Strahlende Gesichter zum Saisonschluss: 43 Mädchen, Buben und Jugendliche präsentieren ihre Pokale. (Bild: pd)

Strahlende Gesichter zum Saisonschluss: 43 Mädchen, Buben und Jugendliche präsentieren ihre Pokale. (Bild: pd)

EISKUNSTLAUF. Seit dem Herbst hatten die Eisläuferinnen und -läufer viele Stunden in intensives Training investiert und zeigten nun ihre Fortschritte vor dem heimischen Publikum. Bereits ist es Tradition, dass auch an der Vereinsmeisterschaft die Ergebnisse mit dem elektronischen Wertungssystem ermittelt werden. Spezialisten identifizieren jedes gezeigte Element, das automatisch den vorgegebenen Wert erhält. Die drei Preisrichter bewerten dann die Qualität der Ausführung mit Punkten von – 3 bis +3. Ein Kameramann zeichnet die Kürvorträge auf, damit das Preisgericht im Zweifelsfall nochmals nachschauen kann, ob ein Sprung von der richtigen Kante abgesprungen wurde, oder ob eine Pirouette die vorgeschriebene Anzahl Umdrehungen hatte. Zum Glück erledigt der Computer die komplizierten Berechnungen; das Endergebnis ist daher oft eine Überraschung.

Erfreuliche Testergebnisse

Am Sonntagvormittag wurden Tests nach den Richtlinien des Schweizer Verbandes abgenommen; wie die Schiedsrichterin betonte, bestanden alle Kandidaten mit sehr erfreulichen Resultaten.

Am Nachmittag zeigten vom Erst-Stern-Kind bis zur Eliteläuferin mit Gold-Test fast alle Eisläuferinnen und Eisläufer ihr Programm. Bei den Jüngsten umfasste dieses einen vorgegebenen Parcours mit allen Test-Elementen; 13 Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren präsentierten sich zum allerersten Mal den Preisrichtern. Dann stiegen die Anforderungen und das Niveau; die Musik wurde vielfältiger, die Kleidchen wurden raffinierter und die Choreographien anspruchsvoller.

Es gab viel Applaus für schöne Programme; aber auch Tränen, weil man gestürzt war oder ein Element verpatzt hatte, das doch im Training immer reibungslos geglückt war. Einer Interbronze-Läuferin gingen die Schuhbändel auf; um einen gefährlichen Sturz zu vermeiden, musste sie die Kür unterbrechen. Die Schiedsrichterin liess sie hinausgehen und den Schuh neu binden, nachher durfte sie dort fortfahren, wo sie abgebrochen hatte.

Die grossen Vorbilder

Das Niveau der Küren und die Spannung stiegen: «Gelingt heute der Axel, kann ich die Waage-Pirouette sauber drehen, kriegen meine Schritte den gewünschten Level?», fragten sich die Läuferinnen. Erfreulich waren auch die Programme der drei Interbronze-Jungs; jede Kür ein kleines choreographisches Schmuckstück. Klatschen und Bravo-Rufe begleiteten die Programme derjenigen Läuferinnen, die als Moniteurinnen den ganzen Winter über ihr Können an die Jüngeren weitergegeben hatten. Romana Kaiser aus Schellenberg, mit Intergold-Test und Junioren-Niveau, erhielt für fehlerfreie Doppelsprünge und eine eingesprungene Sitzpirouette auf höchstem Level 62,43 Punkte und wurde Vizemeisterin. Christina Niederer aus Rorschacherberg, ebenfalls mit lupenreinen Doppelsprüngen und einer Level-4-Pirouette, kam mit 69,12 Punkten aufs Vereinsmeister-Podest.

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