«Drei Wochen tote Hose»

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und damit auch die Zeit der Freibäder. Trotz einem sonnigen Start und einem warmen Endspurt war die Bade-Saison auch von viel Regen geprägt. Wir haben mit Freibad-Betreibern gesprochen.

Gian Sulser
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Am 23. September ist der Sommer astronomisch gesehen zu Ende, vergangenes Wochenende schlossen mit den Schwimmbädern in Berneck und Widnau auch bereits wieder die ersten Zufluchtsorte für heisse Tage im Rheintal. Mitte des Monats ist dann in den Badis Oberriet, St. Margrethen und Altstätten für dieses Jahr Schluss.

«Eine Katastrophe»

Von Juli bis August waren es harte Zeiten für die Rheintaler Freibäder, «eine Katastrophe», meint sogar der Oberrieter Bademeister Heinz Stampfl.

Was in den wunderschönen Monaten Mai und Juni wie ein Traumsommer begann, fiel im eigentlichen Hochsommer wegen wochenlangem Regen sprichwörtlich ins Wasser. Statt sich ins kühle Nass zu stürzen, einen Halbliter Eistee zu trinken und am Kiosk eine Glace zu kaufen, überlegte man es sich zweimal, ob man sich nicht doch vorsichtshalber eine warme Jacke aus dem Schrank holen sollte.

Grundsätzlich zufrieden

Die Badi-Bilanzen gleichen sich – nach einem erfolgreichen Start herrschte «drei Wochen tote Hose», wie es im Freibad St. Margrethen heisst –, bis dann auf Saison-Ende der schöne August die Umsätze noch kurzfristig gerettet hat. «Ab Schulferienende konnte beinahe die Hälfte der Gesamtbesucherzahl registriert werden», teilt der Betriebsleiter des Sportzentrums Widnau, Thomas Federer, mit.

Mit 50 000 Gästen konnte sich Widnau im Vergleich zum Vorjahr, in dem gut 43 000 Badegäste verzeichnet wurden, sogar verbessern. Auch die meisten anderen Freibäder, darunter Altstätten, Diepoldsau und Berneck, sind grundsätzlich zufrieden und konnten zumindest einen guten Durchschnitt erzielen. «Es war eine intensive Saison, obwohl der Juli sehr schlecht war. Der August bildete den krönenden Abschluss», meinte Kurt Gegenschatz, Bademeister in Berneck.

Hauptsache unfallfrei

Nur in Oberriet zeichnet sich verglichen mit 2010, dessen Sommer ebenfalls von immer wiederkehrenden Regenschauern überschattet war, momentan ein geringfügig schlechteres Bild ab, sagt Heinz Stampfl. «Wichtiger ist aber, dass alles unfallfrei abgelaufen ist», was auch von anderen Badeanstalten bestätigt wird.

Zwar trug sich in Widnau ein Unfall zu, dieser ging aber glücklicherweise glimpflich aus, so dass keine Verletzten aus der sonst schon etwas betrüblichen Saison zurückblieben.

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