Drei Siege für den VC Rheineck

RADBALL. Stark verbessert gegenüber dem bisherigen Saisonverlauf zeigten sich die Rheinecker Radballer: Beim zweiten NLA-Turnier gab es zu Hause drei Siege.

Gerhard Huber
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Kunstrad oder Radball: Auf dem Velo zeigen die Athleten viel Gefühl und Können. (Bilder: Gerhard Huber)

Kunstrad oder Radball: Auf dem Velo zeigen die Athleten viel Gefühl und Können. (Bilder: Gerhard Huber)

Bisher war es eine schwierige Saison für Thomas Koch und Simon Lubetz, die zusammen das NLA-Team des Veloclubs Rheineck bilden. Letztes Jahr als überlegene Tabellenführer aus der NLB in die NLA aufgestiegen, konnte beim ersten Turniertag in Oftringen vor zwei Wochen nur ein Unterschieden erspielt werden. Gleichzeitig steckten die Rheintaler drei Niederlagen ein.

Nur eine Niederlage

Am Samstag fand der zweite Turniertag der jungen Radball-Saison als Heimspiel in Rheineck statt. Dabei traf das heimische Team auf die Cracks aus Sirnach, Möhlin, Mosnang und Altdorf II. Während man sich gegen das favorisierte Duo aus Mosnang noch mit 3:4 geschlagen geben musste, behielten Thomas Koch und Simon Lubetz gegen die anderen drei Gegner die Oberhand.

Mit einer Rad-Beherrschung an der Grenze zur Artistik und manchmal darüber hinaus wurde die Mannschaft aus Möhlin, gegen die es noch vor einer Woche eine bittere Cup-Niederlage gegeben hatte, mit 4:1 besiegt. Sirnach hatte mit 1:6 Toren genauso das Nachsehen wie Altdorf II, das von den Rheineckern mit 5:1 Toren aus der Halle gespielt wurde.

Damit sind Thomas Koch und Simon Lubetz ihrem diesjährigen Ziel, sich den Klassenerhalt in der NLA zu sichern, einen grossen Schritt näher gekommen. Aus schulischen und beruflichen Gründen hatten die beiden einen grossen Trainingsrückstand zu beklagen. Seit einigen Wochen kann aber wieder dreimal die Woche trainiert werden. Spiel für Spiel verbessern Koch und Lubetz ihr Spielverständnis, ihre Harmonie, kehren die alten Automatismen aus der vergangenen Saison zurück.

Deutlich zu erkennen, wie auch Kraft und Energie zurückkehren, wie die Rheinecker stärker als ihre Gegner mit Athletik und Körpereinsatz in die Zweikämpfe gehen und mit plötzlichen dynamischen und explosiven Tempowechseln spielen. Ein grosser Faktor für die Konkurrenzfähigkeit in der NLA sind die ausgezeichneten Trainingsmöglichkeiten bei den befreundeten Radballern in der benachbarten Radball-Hochburg Höchst, wo sich eine Trainingsgruppe von 14 Spielern gebildet hat.

Kunstrad-Sport zu bestaunen

Über eine Initiative des Rheinecker Hallenradsport-Urgesteins Edi Brühwiler gab es in der Turnierpause für die Besucher dann Leistungssport auf Weltniveau zu bestaunen. Die Vierer-Damen-Kunstradfahrerinnen vom ATB Luzern als Schweizer Meisterinnen und Vize-Weltmeisterinnen 2010 zeigten ihre Kür, mit der sie bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Basel reüssieren wollen. Mit sensationeller Artistik und Dynamik begeisterte das Quartett mit zahllosen Übergängen vor- und rückwärts. Die perfekt choreographierten Figuren, eine fast selbstverständliche Sicherheit sowie das blinde Verständnis begeisterten die Zuseher.