Drei Projekte wurden vorgestellt

ST. MARGRETHEN. An der Bürgerinformation der Gemeinde St. Margrethen erläuterte Gemeindepräsident Reto Friedauer drei aktuelle Projekte: Bebauungskonzept Baumgarten, Tempo-30-Zone Oberdorf, Erweiterungsbau der GAG Gefrierhaus AG.

Bea Sutter
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Die St. Margretherinnen und St. Margrether schauten die Pläne der vorgestellten Projekte genau an und diskutierten angeregt. (Bild: Bea Sutter)

Die St. Margretherinnen und St. Margrether schauten die Pläne der vorgestellten Projekte genau an und diskutierten angeregt. (Bild: Bea Sutter)

Der Einladung der Gemeinde zur Bürgerinformation folgten gestern Abend zahlreiche St. Margretherinnen und St. Margrether in die Aula des Schulhauses Wiesenau. Dies zeuge von grossem Interesse an den Belangen der Gemeinde, sagte Gemeindepräsident Reto Friedauer. Die drei Projekte, die vorgestellt werden, seien auch wegweisend für die zukünftige Gestaltung des Dorfes.

Konzept Baumgarten

Reto Friedauer stellte das Bebauungskonzept Baumgarten vor. Der Landverband St. Gallen plant beim Baumgarten-Kreisel den Neubau eines Wohn- und Geschäftsgebäudes mit Tankstelle und Shop und allenfalls einem kleinen Hotel. Das Projekt liegt noch bis zum 9. Juli auf.

Das Richtprojekt sieht fünf Geschosse plus Attika vor. 28 Wohnungen unterschiedlicher Grössen sind geplant. Im 3. Obergeschoss wäre ein Hotel mit 14 Zimmern möglich. 66 Parkplätze gibt es in der Tiefgarage. Auf dem Areal sind nur wenige Parkplätze vorgesehen. Reto Friedauer sagt: «Mit diesem prägnanten Baukörper wird beim Ortseingang (von Au her kommend) ein städtebaulicher Akzent gesetzt.» Gegen Süden seien offene Grünflächen vorgesehen. Damit der Neubau optimal plaziert werden könne, ist eine Grenzbereinigung nötig. Tankstelle und Tiefgarage müssen durch eine neue Gemeindestrasse 3 über den Kreisel erschlossen werden.

Tempo 30 im Oberdorf

Aufgrund einer Petition vom April 2014 lancierte die Gemeinde St. Margrethen eine Bürgerbefragung. 760 Haushalte wurden kontaktiert. Bei einem Rücklauf von 50 Prozent äusserten sich 43 Prozent positiv zur Einführung der Tempo-30-Zone. Dies wurde vom Gemeinderat als klarer Auftrag wahrgenommen, so Reto Friedauer. Das Ziel sei eine zusammenhängende Zone. Die Erhöhung der Sicherheit, der Schutz von Kindern und betagten Personen und eine bessere Wohnqualität werden als Ziele von Tempo-30-Zonen genannt. Über die verschiedenen Massnahmen und Möglichkeiten von Tempo-30-Zonen informierten Dominik Bieli vom Ingenieurbüro Bieli GmbH, Verkehrstechnik und Verkehrsplanung, St. Gallen. In St. Margrethen zeigten Messungen an der Schachenstrasse, an der Kornaustrasse und an der Unnothstrasse, dass überall zu schnell gefahren werde. Der Verkehrsplaner erläuterte, bezüglich des Konzeptplanes sei man in der Planungsphase mit der Polizei. Diese legt auch die Anzahl, den Standort und die Art der Elemente fest.

Reto Friedauer sagt, dass im Bereich des Schulhauses Wiesenau Platz für einen Schulbus geschaffen werden soll. Damit sollen die Kinder vom Nebengraben zur Schule gebracht werden. «Ziel ist auch, den Verkehr der Eltern-Taxis einzuschränken». Ob die Rosenstrasse nicht mehr durchgängig sein soll, das sei noch ein Diskussionspunkt, der geklärt werden müsse.

Aus dem Publikum kam die Frage, ob die bestehenden Kübel ersetzt werden. Der Votant wünsche sich eine «schöne 30er-Zone. Reto Friedauer antwortete, dass auch gestalterisch viel getan werde, um eine Einheit zu schaffen. Für das neue Projekt Tempo-30-Zone sind 120 000 Franken im Budget enthalten.

Gefrierhaus AG will bauen

Die GAG Gefrierhaus AG plant die Erweiterung des Hochregallagers. Dies stelle für die Gemeinde, die Bauherrschaft und die Planer eine grosse Herausforderung dar, sagte Reto Friedauer bei der Erläuterung des Grossprojektes. Die GAG hat im Jahr 2002 in der Industriezone südlich des Güterbahnhofes ein vollautomatisches Hochregallager für Tiefkühlprodukte erstellt. Nun soll ein weiteres Hochregallager gebaut werden. Mittelfristig soll auch das 1969 erstellte Lager erneuert werden. Zusammen mit der Betriebserweiterung ist eine Verlegung der Anlieferung von Bahnhofareal in die Industriestrasse geplant. «Das Bahnhofsgebiet soll vom LKW-Verkehr befreit werden, so ist es auch in der Zentrumsgestaltung vorgesehen», erläuterte der Gemeindepräsident. Die Anlieferungen müssen über die Industriestrasse erfolgen. Ein neuer Kreisel bietet den LKWs die Möglichkeit zu wenden.

Einige Votanten befürchten mehr Lärm und Immissionen. Marcel Kölbener, Geschäftsführer der GAG, erläuterte die Notwendigkeit des Neubaus und versicherte, das Mögliche zu tun, um die Immissionen tief zu halten. Auch auf die Gestaltung der komplexen Bauten, sollte grosses Augenmerk gelegt werden.