Drei Geschenke – drei Punkte

In einer munteren Partie gewinnt Diepoldsau gegen Triesenberg mit 3:1 (2:0) und darf weiterhin vom Aufstieg träumen – der Gäste-Goalie zog einen rabenschwarzen Tag ein.

Lars Gächter
Drucken
Igor Rankovic (links): Der 17-jährige Sohn des Widnauer Trainers Misko Rankovic durfte von Beginn ran. (Bild: Lars Gächter)

Igor Rankovic (links): Der 17-jährige Sohn des Widnauer Trainers Misko Rankovic durfte von Beginn ran. (Bild: Lars Gächter)

Es war wahrlich nicht das Spiel des Jahres von Triesenbergs Schlussmann Andreas Biedermann. Bei allen drei Diepoldsauer Toren war er teils krass mitschuldig. Obwohl in der Startviertelstunde die Bergler frischer wirkten, kamen die Rheininsler zu den ersten Chancen. Ein Warnschuss und eine knapp verpasste Flanke, beide Aktionen von Abdoski, waren noch eher zögerliche Angriffsversuche. Nach einer knappen halben Stunde erhöhten die Rheintaler den Druck und waren stets gefährlich mit Flanken in den Strafraum.

Kuriose Tore

In der 26. Minute war Brahimaj um einen Lattenkracher besorgt, Abdoski scheiterte beim Nachschuss knapp. In der 41. Minute versuchte es Brahimaj mit einem flachen Schuss, dieser war jedoch zu wenig scharf. Dennoch liess der Gästekeeper den Ball nach vorne abprallen, wo Abdoski – wie so oft – goldrichtig stand und zur Führung einschob. Nur drei Minuten später kam Diepoldsau zu einem Eckball: Roger Meyer gelangte als Erster an die Kugel und spielte dem Torhüter in die Hände. Dieser liess den Ball zum Entsetzen seiner Mitspieler aber wieder fallen und hinter die Torlinie rollen. Kurz vor dem Pausenpfiff verzeichneten die Liechtensteiner ihrerseits die erste gefährliche Aktion. Ein Freistoss mutierte zu einem tückischen Flatterball, Staudacher war aber auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel waren es wieder die Ländle-Kicker, die den besseren Beginn erwischten. Belohnt wurden sie in der 56. Minute mit dem Anschlusstreffer: Lucas Eberle versuchte es aus der Distanz und hämmerte den Ball herrlich ins Eck. Die aufkeimende Hoffnung währte aber keine 60 Sekunden. Triesenbergs Torhüter Biedermann hatte sein Navigationssystem völlig falsch programmiert. Warum er beim 3:1 an der Strafraumgrenze herumirrte, dürfte sein Geheimnis bleiben. Schlitzohr Bjalava erkannte die Situation und hob den Ball herrlich über den Keeper. Via Pfosten segelte die Kugel in die Maschen.

Ernsthaft in Bedrängnis gerieten die Rheininsler danach nicht mehr, obschon die Triesenberger den erneuten Anschlusstreffer suchten und teilweise knapp verpassten. So zum Beispiel in der Nachspielzeit, als Foser allein vor dem Tor stand und verfehlte.

Der FC Diepoldsau-Schmitter darf sich über einen Sieg freuen, der vom gegnerischen Torwart zwar begünstigt, auf keinen Fall aber gestohlen war.

Aktuelle Nachrichten