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Drama um ein Schlagersternchen

Im «Weissen Rössel» des STV Lüchingen buhlten mehrere Männer um Schlagersternchen Helene.
Remo Zollinger
Die Aufführungen der teils kleinen Gruppen waren mit viel Liebe vorgetragen und bekamen entsprechend viel Applaus. (Bilder: Remo Zollinger)Die Aufführungen der teils kleinen Gruppen waren mit viel Liebe vorgetragen und bekamen entsprechend viel Applaus. (Bilder: Remo Zollinger)
Die Aufführungen der teils kleinen Gruppen waren mit viel Liebe vorgetragen und bekamen entsprechend viel Applaus.Bilder: Remo ZollingerDie Aufführungen der teils kleinen Gruppen waren mit viel Liebe vorgetragen und bekamen entsprechend viel Applaus.Bilder: Remo Zollinger
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Drama um ein Schlagersternchen

Mario Hangartner, der Darsteller des Gasthofbesitzers Leopold, hat sich über ein halbes Jahr die Haare wachsen lassen, damit er in seiner Rolle authentischer wirkt. Das veranschaulicht den STV Lüchingen passend: In diesem Verein herrscht ein grosser Zusammenhalt, er wirkt wie ein funktionierendes Miteinander, bei dem jedes Mitglied seinen Teil zum Gelingen des Ganzen beiträgt. Das Ganze war an diesem Wochenende die Turnerunterhaltung, deren drei Vorstellungen alle ausverkauft waren.

Ein weiteres Beispiel? Zwei junge Männer, die selber in Riegen mitturnten und später an der Bar arbeiteten, hatten einen undankbaren Job. Unmittelbar nach jeder Nummer mussten sie die Rezeption des Hotels «Zum Weissen Rössel» von Hand auf die Bühne heben, damit das Schauspiel dort weitergehen konnte. Im Schauspiel ging es nicht nur um das alte Hotel am Kiesfangsee oder Besitzer Leopold, sondern vor allem um das divenhafte Schlagersternchen Helene, gespielt von Bianca Sieber. Um sie buhlt nicht nur Leopold, sondern auch sein Bruder Karl (Fabian Baumgartner) und ein «zufällig» anwesender Fan (Walter Kellenberger). Am Ende macht jedoch Ferienaushilfe Emil (Simon Graber) das Rennen.

Nummern mit viel Liebe vorgetragen

Nicht fehlen durften in den Sketches kleine Sticheleien gegen die Nachbarvereine aus Marbach und Kriessern.

Die Witze waren sauber aufgeführt, sie waren bisweilen anzüglich, aber nie niveaulos. Und wenn jemand mal den Text vergessen hatte – in der dritten Aufführung und nach einer wohl kurzen Nacht kann das schon mal passieren – quittierte das Publikum dies mit Lachern und Applaus. Und die Nacht darauf, in der die Uhren zurückgestellt wurden, war bestimmt für die meisten ein wenig länger.

Auch die Nummern der Riegen zeugten von einem guten Vereinsleben. Manche Riegen waren nämlich nicht besonders gross, dafür aber mit viel Liebe zum Detail dabei. Die Männerriege bekam für ihre Gentlemen-Nummer Zugabe-Rufe, einige Frauen im Publikum forderten sogar einen Striptease. Und auch die Frauenriege und die neue Gymnastikriege, die dieses Jahr am eidgenössischen Turnfest in Aarau teilgenommen hat, beglückten das Publikum mit einer Zugabe.

Auffällig gut war auch die Barrennummer der Leichtathletikgruppe, die von allen wohl am meisten Applaus bekommen hatte.

Nach der Unterhaltung ging es für die meisten Besucherinnen und Besucher weiter an die Bar – nach Hause ging kaum jemand. Das ganze Dorf, so schien es, feierte seine Turnerinnen und Turner.

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