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Dornröschenschlaf beendet

Vor 20 Jahren war die Renovation der Frauenhof-Kapelle fertig. Damit wurde das barocke Kleinod aus dem fast 200 Jahre dauernden Dornröschenschlaf aufgeweckt.
Meinrad Gschwend *
Die fast vierhundertjährige Kapelle wertet die Marktgasse auf. (Bild: Meinrad Geschwend)

Die fast vierhundertjährige Kapelle wertet die Marktgasse auf. (Bild: Meinrad Geschwend)

Die Frauenhof-Kapelle setzt in der Altstadt ein besonderes Zeichen. Sie ist zwar klein, doch mit ihrer Ausstrahlung trägt sie wesentlich zum Charme der Marktgasse bei. Die 1648 erbaute Kapelle gehörte einst zum Verwaltungssitz des Klosters St. Gallen. Nach dem Untergang der Abtei St. Gallen gelangte die Kapelle zusammen mit dem Frauenhof-Areal in Privatbesitz und blieb dies bis 1998. In dieser Zeit war die Kapelle fast immer geschlossen. Die meisten Altstätter kannten sie nur von aussen. Das änderte sich vor 20 Jahren, als der damalige Eigentümer, Thomas Arnold Hammer, die Kapelle einer Stiftung übergab.

Seit der Renovation der Öffentlichkeit zugänglich

Die Stiftung «Frauenhof Kapelle Altstätten» organisierte die Finanzierung, renovierte die Kapelle in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege und kümmert sich seither um Unterhalt und Betrieb.

Im August 1998 wurde die renovierte Kapelle feierlich eingeweiht. Seither ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Stiftungsrat wird seit Anbeginn von Peter Bürki präsidiert. Zusammen mit dem ehrenamtlich tätigen Stiftungsrat sorgt er dafür, dass die Kapelle gut unterhalten wird und dass sie jeden Tag offen ist.

Vorarlberger Heiliger spielt eine wichtige Rolle

Patron der Frauenhof-Kapelle ist der Heilige Placidus. Von den Bildern her spielt aber der Heilige Eusebius die wichtigste Rolle. Eusebius darf mit gutem Recht als eine besonders interessante Heiligenfigur bezeichnet werden. Er spielt auch im Alpenrheintal eine ganz besondere Rolle. Denn der Märtyrer hat vor über 1000 Jahren in Vorarlberg gelebt und gewirkt. Der Legende nach soll er im Raume des heutigen Dorfes Brederis geköpft worden sein. Die Kapelle stösst vor allem bei Touristen auf Interesse. Sie wird aber auch von Einheimischen besucht. Vereinzelt finden Andachten statt, und jeweils nach Weihnachten wird das Friedenslicht in der Kapelle aufgestellt. Auf jeden Fall stellt der kleine, aber interessante Bau eine Bereicherung für die ganze Stadt dar.

* Meinrad Gschwend gehört zu den Stiftungsgründern und ist als Stiftungsrat für Unterhalt und Betrieb der Kapelle zuständig.

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