Dornbirn bleibt im Playoff-Rennen

Der ohne Bonuspunkte in die Bundesliga-Qualifikationsrunde gestartete Dornbirner EC ist nach dem 4:3 gegen Innsbruck weiter mit im Rennen. In der Inter-National-League ist Feldkirch neues Schlusslicht.

Günther Böhler
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Nach drei spannenden Runden im Kampf um die letzten zwei Playoff-Tickets zeigt sich bereits, dass jeder jeden schlagen kann und die Fans voll auf ihre Kosten kommen. Der Auftakt für den Dornbirner EC erfolgte bei den Bullen in Salzburg.

Diesen stutzte man in den ersten 20 Minuten ordentlich die Hörner. Durch einen Treffer von Jonathan D'Aversa (7.) und einen Doppelschlag in der 19. Minute – Luciano Aquino und Andrew Kozek zeigten sich verantwortlich – lagen die Bulldogs 3:0 in Front.

3:0 aus der Hand gegeben

Der Salzburger Coach Pierre Page reagierte, und sein Keeper-Wechsel machte sich bezahlt. Zudem trafen plötzlich auch die Stürmer. Nach knapp einer halben Stunde hiess es 2:3. Michael Henrich (31.) schürte mit dem vierten Treffer erneut die Hoffnungen der Dornbirner, doch die Mozartstädter schlugen noch vor dem letzten Wechsel zweimal zurück. Der letzte Abschnitt blieb wie die Overtime torlos und so musste das Penaltyschiessen entscheiden. Hier hatten zwar die Bullen die Nase vorn, aber für Dornbirn blieb ein wichtiger Punkt.

Von Zählbarem meilenweit entfernt waren die Messestädter hingegen im Heimspiel gegen Znojmo, das schon im Grunddurchgang alle direkten Duelle für sich entschieden hatte. Die Tschechen nutzten jeden Fehler der MacQueen-Schützlinge eiskalt aus und lagen nach nur zehn Minuten bereits 3:0 vorne. Und die Adler flogen den Bulldogs, die einen rabenschwarzen Tag erwischten, weiter um die Ohren. Am Ende sahen die über 2000 Fans im Messestadion ein bitteres 1:7 auf der Anzeigetafel.

Haien die Zähne gezogen

Daher standen die Dornbirner zwei Tage später bereits mit dem Rücken zur Wand. Um die Playoff-Hoffnungen aufrecht zu halten, war gegen die Innsbrucker Haie ein Sieg notwendig. Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten, übernahm der DEC das Kommando. Goalgetter Kozek (11.) besorgte im Powerplay das 1:0. Auch das nächste Überzahlspiel wurde erfolgreich gestaltet: Aquino erhöhte zwei Minuten nach dem ersten Wechsel auf 2:0. Doch dann kehrte der Schlendrian ein und die Tiroler liessen sich nicht zweimal bitten. Innerhalb von vier Minuten musste DEC-Keeper Patrick DesRochers, der völlig alleingelassen wurde, zwei Gegentreffer einstecken. Nach einer Kabinenpredigt waren Aquino und Co. aber wieder hellwach und Kozek (42.) bzw. MacMillan (51.) stellten den alten Abstand her. Als den Innsbruckern kurz vor Spielende das 3:4 gelang, wurde es nochmals spannend, doch am Ende gingen die zwei wichtigen Punkte an die Dornbirner.

Weitere Punkte bei Ljubljana und Fehervar sollen diese Woche folgen, um im Playoff-Rennen zu bleiben.

Feldkirch weiter im Tief

Nach fünf Niederlagen in Serie, auch die letzten fünf Heimspiele gingen verloren, ist bei der VEU Feldkirch Krisenstimmung angesagt. Der Trainerwechsel brachte bisher nicht die gewünschte Wirkung, und auch zwei neue Cracks konnten die Torflaute nicht beenden. Ganz anders sieht die Sache beim EHC Lustenau aus. Die Lustenauer feierten gegen den Tabellenzweiten Kranj, der tags zuvor in Feldkirch 1:0 gewonnen hatte, einen 4:0-Heimerfolg. Somit ist der EHC Vierter und die rote Laterne wanderte zum Erzrivalen VEU.

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