Doppelter Aufstieg in die NLB

FAUSTBALL. Nachdem die Walzenhauser Faustballerinnen als Zweite der ersten Liga auf dem Feld in die NLB aufgestiegen sind, legten sie nach und qualifizierten sich auch in der Halle für die Nati B.

Isabelle Kürsteiner
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Ramona Mettler, Nathalie Frischknecht, Marina Stillhart, Stefanie Schreiber (v. l. hinten); Joey Federer, Fabienne Frischknecht, Paula Kellenberger (vorne v. l.) und Vanessa Niederer stiegen schon wieder auf. (Bild: iks)

Ramona Mettler, Nathalie Frischknecht, Marina Stillhart, Stefanie Schreiber (v. l. hinten); Joey Federer, Fabienne Frischknecht, Paula Kellenberger (vorne v. l.) und Vanessa Niederer stiegen schon wieder auf. (Bild: iks)

Sie kamen, sahen und siegten: Acht Frauen aus Walzenhausen, gecoacht von Theo Tobler, haben es in doppelter Hinsicht geschafft. Die Walzenhauserinnen spielen in der kommenden Saison in der Feld- und Hallenmeisterschaft in der Nationalliga B. Ein Blick zurück: Um am Drei-Königs-Turnier in Rebstein mitmachen zu können, suchten die Spielerinnen einen Betreuer und fanden ihn in Theo Tobler. So begann der Weg bis zum Aufstieg. Im Feld erreichten die jungen Frauen den zweiten Platz in der 1. Liga und stiegen damit in die NLB auf. Es folgte die Hallensaison mit drei Vorrunden sowie der Finalrunde.

Nervosität besiegt

Dort trafen die Vorderländerinnen kürzlich im Halbfinal auf Wallisellen, das sie in zwei Sätzen mit 11:5 und 11:6 Punkten schlugen. Der Finalgegner hiess Schlieren. Diese Mannschaft hatte Walzenhausen in der Vorrunde vor heimischem Publikum geschlagen. Damals fand das Spiel um acht in der Früh statt, und die Appenzellerinnen waren wegen Anfahrt sowie Vorbereitung schon drei Stunden auf den Beinen gewesen. Diesem Umstand trug Trainer Theo Tobler Rechnung und so reiste man zur Finalrunde nach Alpnach-Dorf bereits am Samstag an. Ausgeruht bezwangen sie Schlieren im ersten Satz mit 11:7. Doch bei 10:5 begann im zweiten Satz – einen Punkt vor dem Sieg – die Nervosität und damit der Satzverlust mit knappen 14:15. Das Team fand seine Sicherheit nun wieder, rief sein ganzes Potenzial im dritten Satz ab und siegte mit 11:8, gewann so das Spiel und stieg auf.

Mannschaft bleibt zusammen

Richard Meyerhans, einst Spieler und heute Faustball-Schiedsrichter, unterstreicht den Ehrgeiz der noch jungen Mannschaft. «Die Frauenmannschaft war einst Schweizer Vize-U16-Meister. Sie trainieren fleissig, sind im gleichen Alter und haben ein gemeinsames Ziel. Ausserdem gibt es bei den jüngeren Spielerinnen Talente, die ebenfalls schon Turniererfahrung haben. Somit steht der Nachwuchs bereit.» Trainer vor Theo Tobler waren Max Schreiber, Rebecca Schreiber und Thomas Schürpf. Ganz klar, dass sich Theo Tobler über das gute Resultat seiner Mannschaft freut. «Im ersten Jahr bei beiden Meisterschaften neu zu starten und gleich aufzusteigen, ist gut gemacht», lobt er die Sportlerinnen. «Wir trainieren zweimal pro Woche. Für das Feld ist der Sportplatz Franzenweid ideal, die Halle ist jedoch in der Länge um 20 Meter zu klein. Somit ist der Erfolg noch höher einzuschätzen, da wir nie auf einem Originalfeld trainieren können.» Nun käme dazu, dass für die am 10. Mai beginnende Saison 2015, einige der Spielerinnen während der Feldmeisterschaft ihre Lehrabschlussprüfung absolvieren würden. Ziel der Walzenhauserinnen ist klar der Ligaerhalt. Theo Tobler: «Ich denke, wir können uns im Mittelfeld der acht Teams halten und danach nach vorne spielen.»

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