Dohrmanns überzeugten Kirchbürger

WIDNAU. Sie kamen, hielten Gottesdienst und siegten: Mit ihrer Natürlichkeit eroberte das Pfarrehepaar Silke und Urs Dohrmann mit ihren Gastpredigten die Herzen der Kirchbürger im Nu.

Thomas Widmer
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Der Funke sprang sofort über: Beim Apéro nach dem Gottesdienst suchten viele Kirchbürger das direkte Gespräch mit Silke und Urs Dohrmann. (Bild: Thomas Widmer)

Der Funke sprang sofort über: Beim Apéro nach dem Gottesdienst suchten viele Kirchbürger das direkte Gespräch mit Silke und Urs Dohrmann. (Bild: Thomas Widmer)

«Eigentlich sollte man jeden Sonntag solche Gastpredigten organisieren», scherzte ein Kirchbürger beim Anblick der ungewohnt vollen Kapelle. Der Kirchenraum war bis auf den letzten Platz besetzt, und selbst auf der Empore hielten einige Neugierige Augen und Ohren offen, um das neue Pfarrehepaar zu begutachten.

Augenzwinkernder Humor

Nach dem spannungsvollen Orgelspiel von Karin Fend eröffnete Pfarrer Urs Dohrmann den Gottesdienst in klaren, schlichten Worten und mit einer guten Prise augenzwinkerndem Humor. In diesem Augenblick wurde wohl den meisten definitiv bewusst, dass sich das Pfarr-Ehepaar Silke und Urs Dohrmann mit ganzem Herzen auf die neue Pfarrstelle in Widnau freuen würde. Dies wird zur Gewissheit, wenn an der ausserordentlichen Kirchbürgerversammlung vom Dienstag, 21. August, 19.30 Uhr, im evangelischen Kirchgemeindehaus dem Wahlvorschlag der Kivo zugestimmt wird.

Warmes Licht

Pfarrerin Silke Dohrmann fesselte die Zuhörer mit einer Predigt, die den christlichen Glauben in ein warmes, humorvolles Licht setzte, begleitet von Gemeinsinn, Trost und dem Mut, bei Bedarf auch Unangenehmes aussprechen zu dürfen. Ihr Gatte übernahm mit sicherem Gespür den liturgischen Teil und die Ankündigungen. Dadurch entstand für die gebannt lauschenden und kraftvoll mitsingenden Mitbürger ein starkes Gefühl der Geborgenheit.

Nach dem Gottesdienst lockte ein spätsommerlicher Apéro auf der grünen Wiese zwischen Kapelle und Kirchgemeindehaus. Der mächtige Baum bündelte das Sonnenlicht auf manch angeregtes Gespräch.

Ein Aussenstehender hätte die beiden Pfarr-Kandidaten wohl kaum ausmachen können, denn diese hatten sich redend, schmunzelnd und lachend unter das gut gestimmte Kirchenvolk gemischt. So entstanden viele neue Kontakte praktisch von selbst.

Veloausflug

Im Anschluss an den Apéro liessen es sich die Dohrmanns nicht nehmen, gemeinsam mit der Kivo beim «Krummbuali» einzukehren und so die ersten Perlen des Rheintals kennenzulernen. Nach einem fröhlichen Umtrunk mit einfachem Mittagsmahl kehrte der Radler-Konvoi zur Kapelle zurück, wo man sich von den Dohrmanns verabschiedete und ihnen eine gute Fahrt zurück ins Bündnerland wünschte. Manch einer hätte sie am liebsten schon hier behalten.