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Diskussion um teure Medikamente setzt Pharma-Aktien zu

Schon seit Wochen haben die Pharmaaktien an den Börsen einen schweren Stand. Schuld ist die in den USA entbrannte Kontroverse rund um ausufernde Medikamentenpreise.

Schon seit Wochen haben die Pharmaaktien an den Börsen einen schweren Stand. Schuld ist die in den USA entbrannte Kontroverse rund um ausufernde Medikamentenpreise. Nachdem die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton letztere zum Wahlkampfthema gemacht hat, machen Anlegerinnen und Anleger auch bei uns in der Schweiz einen Bogen um die Aktien von Pharmaherstellern. Die Angst vor Folgen für die ganze Branche ist nicht ganz unbegründet.

Mit Aktien von Pharmaunternehmen liess sich in den letzten Jahren an der Schweizer Börse gutes Geld verdienen. Alleine zwischen Anfang August 2011 und Ende Juli 2015 erfuhr der Unterindex für Aktien aus dem Gesundheitssektor nahezu eine Vervierfachung. Damit liess dieser den breit gefassten Swiss Performance Index (SPI) weit hinter sich zurück. Seither hat der Branchenindex allerdings knapp zwanzig Prozent eingebüsst, die Hälfte davon alleine seit Anfang dieses Jahres.

Einige wenige schwarze Schafe

Schuld ist die in den USA entbrannte Diskussion rund um zu hohe Medikamentenpreise. Einige wenige Pharmahersteller haben es sich in den letzten Jahren geradezu zum Geschäftsmodell gemacht, kräftig an der Preisschraube zu drehen. Die Quittung muss nun vermutlich die gesamte Branche bezahlen. Denn mittlerweile hat sich nicht nur die als aussichtsreich geltende Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ganz dem Kampf gegen ausufernde Medikamentenpreise verschrieben. Inzwischen sind auch andere Mitbewerber auf dieses Thema aufgesprungen. Dadurch steigt der politische Druck weiter.

Nicht alle gleich betroffen

Branchenkennern zufolge sind nicht alle Produktkategorien gleichermassen davon betroffen. Das öffentliche Interesse dürfte vor allem der Preisgestaltung bei Präparaten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder zur Begleitbehandlung von Diabetes gelten. In der Krebstherapie könnte die Diskussion hingegen biotechnologischen Nachahmerprodukten, sogenannten Biosimilars, den Weg ebnen. Das wiederum hätte Folgen für die beiden Schweizer Pharmahersteller Roche und Novartis. Kein Thema scheint hingegen die Preisgestaltung bei Medikamenten gegen seltene Krankheiten, wie sie beispielsweise Actelion anbietet.

Nicht überreagieren

Obwohl die Angst vor Folgen der in den USA entbrannten Kontroverse nicht ganz unbegründet scheint, sollten Anlegerinnen und Anleger nicht überreagieren. Zumindest die börsengehandelten Pharmahersteller aus der Schweiz sind im Vergleich zur Konkurrenz gut aufgestellt, was ihren Aktien eine Stütze bieten sollte.

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