Diskussion um die neue Weihnachtsbeleuchtung

HEIDEN. Im Frühling an Weihnachten zu denken, käme niemandem in den Sinn. In Heiden ist das anders. Der Gemeinderat stellt sich die Frage, ob die bisherige Weihnachtsbeleuchtung mit LED-Lichtern aufgerüstet oder neue Sterne angeschafft werden sollen.

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Der Vorschlag: der dreidimensionale «Stern von Heiden». (Bild: gk)

Der Vorschlag: der dreidimensionale «Stern von Heiden». (Bild: gk)

Einer alten Tradition folgend hat der Handwerker- und Gewerbeverband (HUGH) die Weihnachtsbeleuchtung vor vielen Jahren angeschafft, um die Poststrasse attraktiver zu gestalten. Die in die Jahre gekommenen Weihnachtssterne benötigen jedoch immer mehr Reparaturen, so dass sich die Frage eines Ersatzes durch moderne LED-Leuchten stellte.

Der Gemeinderat folgte dem Antrag des HUGH und entschied, die Angelegenheit in Zukunft als Gemeindeaufgabe zu definieren. Da jedoch die Beleuchtung zum Weihnachtsgeschäft gehört, soll der Handwerker- und Gewerbeverband nicht aus der Verantwortung genommen werden. Der Auf- und Abbau sowie der Unterhalt wurde seit jeher vom lokalen Gewerbe finanziert.

Die Kommission Standort und Kulturförderung hat drei Lichtplaner angefragt, die je einen Vorschlag für eine neue Weihnachtsbeleuchtung eingereicht haben – unter Einbezug von Ortsbild, Wirtschaftlichkeit und Qualität. An einer Sitzung Anfang April stellten die Projektverfasser der Jury, bestehend aus HUGH- und Gemeindevertretern sowie der Denkmalpflege, ihre Varianten vor. Alle drei erhielten für ihre Arbeiten je eine Entschädigung von 2000 Franken. Die Jury kürte das Projekt «Stern von Heiden» einstimmig zum Sieger und beauftragte die Verfasser, Vogt Partner aus Winterthur, mit der Weiterbearbeitung. Die Idee der Aufrüstung der jetzigen Sterne ist aber noch nicht vom Tisch, Vogt Partner sollen prüfen, ob sich – als günstigere Variante – die aktuellen Sterne mit LED-Leuchten aufrüsten und ergänzen lassen.

Beim Konzept des Siegerprojekts lobte die Jury insbesondere die Analyse des Ist-Zustandes und fand das daraus abgeleitete Konzept schlüssig. Die Wettbewerbsgewinner erfassten auch die Schwachpunkte der heutigen Beleuchtung, die insbesondere beim Kirchplatz und in der schwachen Wirkung bei Tageslicht liegen. Die Verfasser schlagen vor, das bestehende Beleuchtungskonzept zu übernehmen und zu ergänzen. Das Sternen-Motiv soll beibehalten werden, jedoch soll er neu dreidimensional und damit auch von der Seite wahrnehmbar sein. Das präsentierte Modell erscheint der Jury etwas überinstrumentiert, daher sollen Vogt Partner prüfen, ob die Sterne auch schlichter ausfallen könnten. Für eine bessere Wirkung bei Tageslicht soll der Stern goldfarben sein. Eine weitere Idee, die Anklang fand war, dass der Christbaum auf dem Kirchplatz stärker hervorgehoben und das Highlight der Weihnachtsbeleuchtung darstellen könnte. Zudem könnte der Kirchturm mittels Gobo-Projektion – ähnlich wie eine Dia-Projektion – ganzjährig mit verschiedenen Motiven beleuchtet werden.

Bald sollen Vogt Partner eine Offerte für einen Projektierungskredit einreichen. Danach können die politischen Diskussionen geführt werden. (gk)