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Talente werden im Diogenes-Theater auf die Bühne gebeten

26 Kinder lassen im Diogenes-Theater ein theatralisches Zirkus-Spektakel entstehen.
Hildegard Bickel
Während der ersten Sommerferienwoche üben die Kinder aus Altstätten und Umgebung Zirkusnummern und spielen Theater. Bild: hb

Während der ersten Sommerferienwoche üben die Kinder aus Altstätten und Umgebung Zirkusnummern und spielen Theater. Bild: hb

Gelächter tönt aus dem oberen Stock des Theatergebäudes. «Macht keinen Quatsch», sagt Mike Albertin und meint es gespielt ernst. «Ich hätte gern jemanden, der sich mit den Füssen auf die Schultern von Ronja stellt.» Unter der professionellen Anleitung des Artisten übt die Gruppe die Liegestützpyramide.

Es klappt schon ordentlich. Auch, weil sich die Kinder gegenseitig anweisen: «Halt mich fester! Weiter oben!» Genau diese Dynamik gefällt den unterrichtenden Profis, die schon in den Vorjahren die Zirkuswoche leiteten. «Die Älteren sollen die Jüngeren mit einbeziehen», sagt Ruth Albertin. Die Clownin, die in Marbach aufgewachsen ist und in Mainz lebt, kam mit ihrem Mann Mike und den Töchtern erneut ins «Diogenes», wo sie mehr als Kunststücke vermittelt.

Die Fähigkeiten der Kinder hervorkitzeln

Themen wie Mut und Bestätigung sind zentral. «Bei den Proben erhalten die Kinder das Gefühl: Ich schaffe das», sagt Ruth Albertin. Um zurückhaltende Kinder zu ermutigen, misst sie bei ihnen Kraft und drückt Oberarme.

Andererseits werden zapplige Kinder mit Konzentrationsschwäche in der Gemeinschaft gelassen und können sich im Zirkusprojekt erstaunlich gut auf Neues einlassen. Die Fünf- bis Zwölfjährigen durften wählen, ob sie in der Akrobatikgruppe mitwirken wollen, ein Tier darstellen möchten oder in der Gruppe von Claudia Rohrhirs eine Sprechrolle übernehmen. «Dieses Jahr gibt es in der Zirkuswoche mehr Platz für Theater», sagt die Theaterschaffende. Dazu gehören Szenen mit Musik, Gebärden und Mimik, die sie mit den Kindern einstudiert. Keinesfalls dürfen Clown-
Nummern fehlen. Jedoch sind sie anders verpackt. Statt Clowns gibt es lustige Schafe.

Flüchtlingskinder 
spielen mit

Das Stück «Oh, wie schön ist Panama» dreht sich um den Gedanken, ein Zuhause zu finden. Eine besondere Bedeutung, wenn auch unbewusst, hat dies für zwei Flüchtlingskinder, die seit November in Diepoldsau wohnen. Eifrig machen sie bei den akrobatischen Einlagen mit.

Da sie noch Deutschkenntnisse sammeln müssen, bemühen sich die anderen Kinder, sie spielerisch einzubinden. Es gelingt. Denn auf der Bühne verwandeln sich alle in Artisten, egal, welcher Herkunft.

Hinweis: Zirkuswoche-Aufführung «Oh, wie schön ist Panama» Freitag 19 Uhr, Samstag 10 Uhr, «Diogenes».

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