«Dieses Rennen war wie die ganze Saison, ich bin nie richtig ins Fahren gekommen»: Vera Schmid aus Marbach enttäuscht über Platz 32 an der Heim-EM

Vera Schmid aus Marbach musste sich an der Heim-EM mit dem 32.Platz begnügen. Die Sennwalderin Nicole Göldi, die fürs Rheintaler Team bsk-Graf fährt, war als Achte beste Schweizerin.

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Steinige Saison und EM für Vera Schmid.

Steinige Saison und EM für Vera Schmid.

Bild: ys

(ys) Juniorinnen U19 Mit 15 Minuten Rückstand auf Siegerin Mona Mitterwallner kam die Marbacherin ins Ziel. Sie hatte sich einen Top-20-Platz als Ziel gesetzt, merkte aber schnell, dass daraus nichts wird. Vera Schmid war enttäuscht, auch wenn sie das Erlebnis der Heim-EM nicht missen möchte. Die 18-Jährige sagt:

«Dieses Rennen war wie die ganze Saison, ich bin nie richtig ins Fahren gekommen.»

Die ständige, pandemiebedingte Ungewissheit machte der Kinderbetreuerin zu schaffen. Die frühere U15-Europameisterin hat in der U19 nie richtig Fuss fassen können: Letzte Saison litt sie unter Magenproblemen, in diesem Jahr bekam sie gar keine echte Chance. 2021 muss Vera Schmid in der U23 starten.

Sie fährt seit zwei Jahren fürs Team Thömus von Ralph Näf, das an der EM mit neun Athletinnen und Athleten in der Schweizer Nati vertreten war. Zudem ist Kathrin Stirnemann, die frühere Europameisterin, die am Samstag ihre Karriere beendete, Schmids persönlicher Coach. «Mit Kathrin ist’s super», sagt Vera Schmid. Hoffnung auf einen Aufschwung besteht also durchaus.

Nicole Göldi war von sich selbst verblüfft

Anders war die Gefühlslage bei der Sennwalderin Nicole Göldi, die fürs Rheintaler Team bsk-Graf fährt. Sie war als Achte beste Schweizerin. «Mein Ziel war ein Top-15-Platz», sagt Nicole Göldi. Im Rennen habe sie eigentlich kein besonders gutes Gefühl gehabt:

«Ich wusste gar nicht, wo ich lag. Als ich im Ziel den 8. Platz sah, war ich sehr glücklich.»

Für Nicole Göldi ist die Cross-Country-Saison beendet, das letzte Swiss-Cup-Rennen in Hochdorf lässt wie viele andere aus. Allerdings beginnt nächste Woche eine neue Saison für sie – im Radquer, wo sie ihr Teamchef Urs Graf derzeit stärker einschätzt. Dort gilt sie bereits als U23-Athletin, allerdings gibt es diese Klasse nur an Meisterschaften. Das bedeutet für die 18-Jährige, dass sie sich mit Erwachsenen messen muss.

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