Diepoldsauer Einbruch im Europacup

FAUSTBALL. Ohne einen Satzgewinn in zwei Spielen bleiben für den SVD Diepoldsau-Schmitter nur schlechte Erinnerungen an die erstmalige Teilnahme am Europacup der Landesmeister in der Halle.

Conrad Aschwanden
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SVD im Angriff: Hier setzt sich Juliano Fontoura am Seil durch. Beobachtet wird er von seinen Teamkollegen Malik Müller (links) und Lukas Lässer. Das Europacup-Turnier war eine Enttäuschung für die Rheininsler. (Bild: Conrad Aschwanden)

SVD im Angriff: Hier setzt sich Juliano Fontoura am Seil durch. Beobachtet wird er von seinen Teamkollegen Malik Müller (links) und Lukas Lässer. Das Europacup-Turnier war eine Enttäuschung für die Rheininsler. (Bild: Conrad Aschwanden)

FAUSTBALL. Sowohl im Halbfinal vom Samstag als auch im Platzierungsspiel vom Sonntag setzte es gegen den späteren EuropacupSieger Grieskirchen/Pötting als auch gegen den deutschen Vizemeister Brettorf zwei deutliche 0:4-Niederlagen ab. In beiden Partien blieben die Rheininsler chancenlos. Trainer Marc Christoph hat nun die schwere Aufgabe, sein Team wieder aufzurichten. Denn am Donnerstag geht mit einem Heimspiel die nationale Wintermeisterschaft weiter.

Bekanntlich steht Diepoldsau nach seiner Forfait-Niederlage im Startspiel auch hier in der Defensive. Das Europacup-Abenteuer war diesbezüglich alles andere als förderlich. Tröstlich kann derzeit bloss die Tatsache sein, dass es nur noch aufwärts gehen kann.

Zweimal nur wenige Chancen

Dabei begann Diepoldsau am Samstag in Frauenfeld vielversprechend. Die Rheininsler führten zu Beginn der Partie gegen Grieskirchen/Pötting. Doch die Österreicher stellten sich zunehmend auf die Spielweise des Schweizer Meisters ein, verbesserte sich defensiv als auch im Angriff und verwertete die letzten beiden Bälle zum entscheidenden 11:9.

In der Folge dominierten sie immer mehr und die Sätze zwei und drei gingen klar an den österreichischen Hallenmeister. Im vierten Satz vermochte sich der SVD nochmals zu steigern und hielt mit. Wenig fehlte zum ersten Teilerfolg. Doch es waren die entscheidenden Kleinigkeiten, die zur klaren Match-Niederlage führten.

Ebenso wenig wollte dem SVD am Sonntagmittag gelingen. Das Team schien nach der klaren Niederlage vom Vortag gezeichnet und wurde klar unter seinem Wert geschlagen. Brettorf spielte auf allen Positionen besser und dominierte das Spiel um den dritten Platz mehrheitlich. Der deutsche Vizemeister gewann damit die Bronzemedaille, während Diepoldsau bei seiner europäischen Hallen-Premiere ohne Edelmetall bleibt.

Gegner aufgebaut

Unzufrieden zeigte sich nach der Niederlage im Halbfinal Diepoldsaus Trainer Marc Christoph. Dabei sei sein Team mit einem Super-Service fabelhaft gestartet. «Doch dann haben wir den Gegner mit unseren Fehlern selbst aufgebaut und nicht mehr zu unserem Spiel gefunden», sagte er und fügte bei: «Wir schafften wohl nochmals ein kurzes Aufbäumen. Aber individuelle Fehler aller Spieler haben die Bemühungen zunichte gemacht. Wir schafften es einfach nicht, unsere Leistungsmöglichkeiten abzurufen!»

Erster Titelgewinn

Im hochklassigen Endspiel bezwang der letztjährige Verlierer Grieskirchen/Pötting den Titelverteidiger und Favoriten Vahingen/Enz nach einem spannenden Entscheidungssatz knapp mit 4:3. Damit haben die Oberösterreicher erstmals den «Europacup der Dörfer» (Titel in der Vorschau dieser Zeitung) gewonnen und damit dem Team aus der süddeutschen Kleinstadt (29 000 Einwohner) die erfolgreiche Titelverteidigung vermasselt.

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