Entsorgung
Abfall unterm Boden: Diepoldsau stellt auf das Unterflursystem um

Die Gemeinde Diepoldsau erstellt 80 neue Unterflurbehälter bis 2027. 2029 wird die Sacksammlung abgeschafft.

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Guido Seiz, Leiter des Unterhaltsdiensts der Gemeinde Diepoldsau, demonstriert das Unterflursystem.

Guido Seiz, Leiter des Unterhaltsdiensts der Gemeinde Diepoldsau, demonstriert das Unterflursystem.

24 Unterflurbehälter stehen bereits auf dem Gemeindegebiet. Davon wurden die meisten jeweils mit dem Neubau von Mehrfamilienhäusern umgesetzt. 56 weitere sollen in den nächsten sechs Jahren dazukommen. Die Zeit drängt. Denn ab 2029 sammelt die Kehrichtverwertung Rheintal KVR den Hauskehricht nur noch bei den 80 offiziellen Unterflurbehältern ein. Die Sacksammlung wird abgeschafft.

Bereits Anfang Jahr hatte der Diepoldsauer Gemeinderat das neue Unterflursystem-Konzept genehmigt. Anschliessend haben die Diepoldsauerinnen und Diepoldsauer einem Kredit von 800'000 Franken für den Bau der neuen Unterflurbehälter zugestimmt.

Effizienter und umweltfreundlicher

Die Vorteile des Unterflursystems gegenüber der Einzelsacksammlung seien beträchtlich, schreibt die Gemeinde. Anstatt rund 2000 Lastwagen-Stopps seien nach Errichtung der Unterflurbehälter nur noch 80 nötig. Das macht die Entsorgung umweltfreundlicher. Die Entleerung der Behälter ist etwa jede zweite Woche nötig. Bisher steht die Kehrichtabfuhr wöchentlich im Einsatz.

Für die Diepoldsauerinnen und Diepoldsauer sei das Unterflursystem ein Gewinn. Sie können ihren Hauskehricht jederzeit bequem und unkompliziert in Gehdistanz im nächsten Unterflurbehälter entsorgen. Unter dem Boden sind die Abfälle nicht nur vor Wildtieren geschützt, und die Geruchsbelästigungen werden, wenn überhaupt noch wahrnehmbar, auf ein Minimum reduziert. Zusätzlich verfügen alle Behälter über geräuschlose Gasstossdämpfer, sodass die Entsorgung von Abfallsäcken beinahe lautlos erfolgt.

Jährlich zehn neue Unterflurcontainer

Bereits nächstes Jahr entstehen in Diepoldsau zehn neue Unterflurbehälter, danach jährlich zehn weitere. Die Umsetzung erfolgt gebietsweise. Dazu ist die Gemeinde auf die Grundeigentümerinnen und -eigentümer angewiesen, die Platz für einen Unterflurbehälter zur Verfügung stellen. Sie werden für die Dienstbarkeit auf ihrem Grundstück entschädigt, darüber hinaus entsteht kein zusätzlicher Aufwand. Der Unterhalt erfolgt durch die KVR und den Unterhaltsdienst der Gemeinde Diepoldsau. (gk)

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