DIEPOLDSAU: Vorerst nur auf Teststrecke: Neuer Granitbelag für Radweg

Ein Stück der Radweg-Nordumfahrung von Diepoldsau wurde mit einem Belag aus Andeerer Granit erneuert und für den Verkehr freigegeben. Ein Jahr lang soll der neue Belag getestet werden, der von Vertretern der beteiligten Institutionen präsentiert wurde.

Gerhard Huber
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Der Leiter des Rheinunternehmens, Kurt Köppel, (v. l.) Gemeindepräsident Roland Wälter, Verkehrskommissionspräsident Bruno Frei, Daniel Litscher vom Kanton St. Gallen und Guido Seiz als Leiter des Unterhaltsdiensts Diepoldsau stellten den Radwegbelag vor . (Bild: Ulrike Huber)

Der Leiter des Rheinunternehmens, Kurt Köppel, (v. l.) Gemeindepräsident Roland Wälter, Verkehrskommissionspräsident Bruno Frei, Daniel Litscher vom Kanton St. Gallen und Guido Seiz als Leiter des Unterhaltsdiensts Diepoldsau stellten den Radwegbelag vor . (Bild: Ulrike Huber)

Immer wieder hatten sich Radfahrer im Diepoldsauer Rathaus über die vielen Kieswege im Radwegnetz beschwert. Da traf es sich gut, dass Gemeindepräsident Roland Wälter anlässlich eines Ausflugs ins Roseggtal auf Forst-, Rad- und Wanderwege stiess, die weder asphaltiert noch gekiest waren und dennoch keine Schlaglöcher, sondern eine glatte, leicht grünliche Oberfläche aufwiesen. «Ich habe dann in Erfahrung gebracht, dass es sich um einen neuen Belag handelt, der aus zermahlenem Andeerer Granit aus Graubünden besteht», so Roland Wälter.

370-Meter-Strecke von Badiparkplatz bis Sportplatz

Nach Absprachen mit Guido Seiz vom Unterhaltsdienst der Gemeinde Diepoldsau und Daniel Litscher, beim Kanton St. Gallen als Projektleiter für Fuss- und Veloverkehr tätig, und der Einholung weiterer Informationen wurde nach Einbindung der Verkehrskommission und deren Leiter Bruno Frei beschlossen, eine 370 Meter lange Teststrecke zu bauen. Für 20000 Franken, von denen etwa zwei Drittel vom Kanton getragen werden, wurde der Radweg vom Badi-Parkplatz bis zum Sportplatz Rheinauen neu trassiert. Dabei war auch das Rheinunternehmen des Kantons St. Gallen als Grundeigentümer behilflich. Dessen Vertreter Kurt Köppel betonte, dass es sich bei diesem Rad- und Wanderweg um eine wichtige Verbindung für die Radfahrer nach und von Österreich handle. Es sei bei der Trassierung auf das richtige Quergefälle geachtet worden, damit der Wasserablauf problemlos funktioniere.

Deckschicht mit weniger Staubentwicklung

Guido Seiz assistierte, dass das als Belag verwendete Material aus Andeerer Granit eine Körnung von 0 bis 20 mm aufweise, die aber, da es sich um eine wassergebundene Deckschicht handle, auch eine verminderte Staubentwicklung aufweise. Jedenfalls werden weit geringere Unterhaltskosten als bei den üblichen Kieswegen erwartet.

Bruno Frei und Daniel Litscher betonten, dass die Asphaltierung von als Wanderweg ausgewiesenen Wegflächen bundesgesetzlich verboten sei. «Wenn dieser neuartige Belag wie erwartet funktionieren sollte, wäre dies die ideale Lösung für Wander- und Radwege. Auch weil dieser Belag ohne grosse Abnutzung auch land- und forstwirtschaftlichem Gerät standhält. Deshalb unterstützt der Kanton diesen Testversuch mit der Übernahme von etwa zwei Dritteln der Kosten», erklärte Daniel Litscher.

Man wird im Werkhof Diepoldsau die Entwicklung und den Unterhaltsaufwand für den neuen Radtestweg genau beobachten und dokumentieren und dann gemeinsam mit der Verkehrskommission entscheiden, ob kommendes Jahr weitere Kieswege einen neuen Belag aus Andeerer Granit erhalten.

Gerhard Huber

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