Diepoldsau verteidigt rote Laterne

In einem Spiel, das an Bescheidenheit kaum zu überbieten war, trennten sich Diepoldsau und Widnau 1:1 (1:0). Die Tore erzielten Bujar Thaqi und Lukas Wawrla. Über das ganze Spiel gesehen, geht das Unentschieden in Ordnung.

Mäx Hasler
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Goalie Lehner klärt vor dem anstürmenden Sahin Irisme. (Bild: Mäx Hasler)

Goalie Lehner klärt vor dem anstürmenden Sahin Irisme. (Bild: Mäx Hasler)

Fussball. Die Ausgangslage für die beiden Teams des Rhein-Derbys war auch schon besser. Die Konstellation, dass Widnau und Diepoldsau im ersten Derby der Saison 2011/12 um die rote Laterne spielen, gab es wohl noch nie. Gastgeber Diepoldsau hatte die Möglichkeit, diese mit einem Heimsieg gegen den Nachbarn abzugeben.

Widnau seinerseits hätte sich mit einem Auswärtssieg etwas vom Strich absetzen können. Immerhin liegen sie jetzt über dem Strich.

Kaum Chancen

Die erste Halbzeit kann man getrost unter das Kapitel Antifussball setzen, denn beide Teams erspielten sich kaum Chancen. Diepoldsau, das sehr defensiv eingestellt war, suchte zwar ein frühes Tor, es blieb aber beim Wollen. Fast wäre dies in der 14. Ratz und Bjalava gelungen, beide brachten den Ball aber aus kurzer Distanz nicht an Goalie Frei vorbei.

Die einzige gefährliche Aktion der Widnauer in der ersten Hälfte entstand durch einen Ballverlust von Hamburger, der zu einer brenzligen Situation in Lehners Strafraum führte. In der 24. Minute war es dann so weit. Diepoldsau kam unter gütiger Mithilfe von Goalie Frei, der einen Freistoss von Bjalava unterlief, zur 1:0 Führung wie die Jungfrau zum Kind. Bujar Thaqi setzte den geschenkten Ball in die Maschen.

Lüchinger fehlte

Nicht nur von Petrus gab es zur zweiten Halbzeit ein Donnerwetter, bei dem man das Spiel auch hätte unterbrechen können, ein solches muss es wohl auch in den Kabinen gegeben haben. In der 47. Minute vergab Hot, der für Lüchinger spielte, den möglichen Ausgleich, drei Minuten später setzte Garci im Fünfer mit einem herrlichen Hackentrick Marku ins Szene, der jedoch einen Schritt zu spät kam. Die Widnauer tappten wie schon in der ersten Hälfte auch im zweiten Abschnitt des Spiels des Öfteren in die Abseitsfalle. Zudem merkte man die Absenz von zahlreichen Stammspielern. Vor allem diejenige von Nüesch, Arton Thaqi und Lüchinger. Für diese standen Hot, Bojaxhiu und Hajrullahu vom Zwei auf dem Platz.

Glücklicher Ausgleich

In der 81. war es dann aber so weit. Widnau kam – wie Diepoldsau zum Führungstor – auch glücklich zum Ausgleich. Wawrla drosch aus kurzer Distanz einen Abpraller an Roger Meyer ins Netz. Einige Zuschauer hinter der verlängerten Torlinie wollen den Ball aber vorher im Aus gesehen haben. Nur der nicht immer glücklich pfeifende Schiri nicht (und der Linienrichter), der dafür zahlreiche gelbwürdige Fouls gesehen haben will. Vor allem in der zweiten Halbzeit, als der Platz wegen des Platzregens mehr als nur glitschig war. So war laut Trainer Hafner auch die gelb-rote Karte fragwürdig, ja unnötig, welche Marku in der 50. Minute zu sehen bekam, weil er in einen Gegner hinein schlitterte. Laut Hafner war dieser Platzverweis matchentscheidend.

Diepoldsau besass in der 85. Minute noch eine gute Möglichkeit, um alle drei Punkte zu holen, Widnau hatte aber in den letzten 20 Minuten etwas mehr vom Spiel. In der Nachspielzeit war es Lakna, der einen Schuss von Irisme für den geschlagenen Lehner abwehrte, und so für die alles in allem gesehen gerechte Punkteteilung sorgte.

2. LIGA INTERREGIONAL, GRUPPE 6 Diepoldsau – Widnau 1:1 (1:0) Rheinauen, 400 Zuschauer, SR Bigler. Tore: 24. B. Thaqi, 1:0; 81. Wawrla, 1:1. Diepoldsau: Lehner, P. Meier; D. Ratz, R. Meyer, Garci, Bjalava, Thaqi, E. Lakna, Morina, 72. Patljak, Hamburger, Marku. Widnau: Frei, Wawrla, Aggeler, Vidalle, Bojaxhiu, Berish a, Hajrullahu, Hot, 81. Savic, Irisme, Gonzalez, S. Sonderegger. Gelb: 44. Marku, 62. P. Meyer, 65. Bjalava, 8. Gonzalez, 39. Aggeler, 66. Vidalle, 78. Irisme. Gelb-Rot: 50. Marku.

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