Diepoldsau verteidigt den IFA-Cup

Am Wochenende verteidigen Diepoldsaus Faustballer im tschechischen Prelouc den Siegerpokal beim IFA-Cup, den sie 2010 geholt und damit für den grössten Erfolg des SVD gesorgt hatten.

Conrad Aschwanden
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Zusammenhalten ist die Devise des SVD am IFA-Cup. (Bild: cas)

Zusammenhalten ist die Devise des SVD am IFA-Cup. (Bild: cas)

faustball. Dieser Cup der International Fistball Association (IFA) ist vergleichbar mit der Europa Laegue (früher: Uefa-Cup) der Fussballer. Daran nehmen die besten Faustballteams der stärksten europäischen Verbände teil, die nicht Landesmeister geworden sind – sowie die Meister der kleineren Verbände.

Er wird seit 1991 ausgetragen, und Diepoldsau war nach Jona (im Jahre 1999) erst das zweite Schweizer Team, das den Pokal gewann. Erst im letzten Moment als Lückenbüsser an Stelle des verhinderten Serbischen Meisters Fistbol Klub Beograd aufgeboten, holten sich die Rheininsler diesen Sieg inmitten der europäischen Spitzenklasse mit einer phantastischen Leistung der ganzen Mannschaft.

Topleistung gefordert

Diese ist auch am Wochenende nötig, wenn der SVD erneut an der internationalen Spitze mithalten will. An Unterstützung wird es jedenfalls nicht fehlen, denn der SVD unternimmt eine Vereinsreise und startet am Freitag mit einem ganzen Car voller Schlachtenbummler nach Tschechien. Für sie wie besonders für die Mannschaft ist es sehr interessant, ein Turnier mit Europas Elite zu bestreiten.

Leckerbissen für Trainer

So sieht es auch der SVD-Trainer Hanspeter Brigger. Er sagt: «Letztes Jahr waren wir als die grossen Unbekannten zum IFA-Cup gereist, dieses Jahr wird uns niemand mehr unterschätzen. Wir wollen den Titel verteidigen.» Vor allem den zweiten Punkt gilt es Mental gut aufzuarbeiten. Das Team ist ausgelegt für sechs bis sieben Top-Spiele an zwei Tagen. Das Angriffs-Quartett lässt viele Varianten zu, die es geschickt dem Gegner und der individuellen Formkurve anzupassen gilt. «Ich werde nicht auf eine Stammfünf setzen, sondern das ganze Achter-Team muss ins Turnier starten. So ist es auch noch möglich, als Gruppen-Dritter ins Finale vorzustossen», sagt Brigger und meint weiter: «Die Gruppen-Gegner sind bekannt. Ahlhorn (GER) konnten wir in einem Vorbereitungsturnier zweimal schlagen. Halleneuropacupsieger Kremsmünster (AUT) wird der härteste Wiedersacher sein. Jedoch sind Wels (GER) und Bozen (ITA) nicht zu unterschätzen. Meine Mannschaft muss auf der Hut sein. Ich freue mich, das Team unter Druck zu coachen und zu schauen, wie die Spieler damit umgehen. Da doch viele Partien in der laufenden NLA-Meisterschaft – mit einer Ausnahme – uns nicht aus der Reserve locken konnten»

Zehn Spitzenteams

Zehn Mannschaften haben sich qualifiziert und nehmen an diesem hochkarätig besetzten Anlass teil. Nebst dem SVD sind mit der Faustballgemeinschaft Elgg-Ettenhausen sowie Jona zwei weitere Schweizer Equipen mit dabei. Dazu sind sich die stärksten Mannschaften aus Österreich und Deutschland sowie die Landesmeister übriger Nationen teilnahmeberechtigt.

Auf zwei Spielfeldern absolvieren die zehn Mannschaften aus fünf Ländern am Samstag und Sonntag während rund 15 Stunden insgesamt 31 Partien. Am Samstag steht jede Mannschaft in der Vorrunde während vier Spielen im Einsatz. Am Sonntagvormittag stehen jeweils Kreuzspiele zwischen dem 2. und 3. beider Gruppen auf dem Programm. Die Sieger spielen dann im Halbfinal gegen die Gruppenersten um den Einzug ins Endspiel. Rund 70 der besten Faustballer Europas messen sich in Tschechien.

IFA-Pokal in Prelouc/CZE – Vorrundengruppen Gruppe A: SVD Diepoldsau (SUI/Titelverteidiger), Ahlhorner SV (GER/Dritter), Kremsmünster (AUT/Dritter), Wels (AUT/Fünfter), Bozen (Meister Italien). Gruppe B: Elgg-Ettenhausen (SUI/Cupfinalist), Berlin (GER/Zweiter), Linz-Urfahr (AUT/Vierter), Zdechovice (Meister CZE), Jona (SUI/Dritter).

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