Faustball: Diepoldsau startet stärker als Widnau

Sowohl Diepoldsau als auch Widnau haben die ersten vier Spiele der neuen Hallensaison bestritten – mit unterschiedlichem Erfolg.

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Kenneth Schoch zeigte in der Abwehr des SVD Diepoldsau-Schmitter einmal mehr eine solide Leistung. (Bild: pd)

Kenneth Schoch zeigte in der Abwehr des SVD Diepoldsau-Schmitter einmal mehr eine solide Leistung. (Bild: pd)

(mm) Im ersten Spiel ging es für den SVD gleich gegen den Titelverteidiger. Diepoldsau spielte solid, aber nicht überragend. Dies reichte aber, um den Gegner in den ersten zwei Sätzen auf Distanz zu halten. Wigoltingen hielt mit Yannick Signer gut dagegen, die Gebrüder Berger zeigten tolle Abwehraktionen. Trotzdem gelangen dem SVD die wichtigen Punkte; er gewann die Sätze eins und zwei mit 11:8. So war die Gegenwehr gebrochen. Auch ein Wechsel half den Thurgauern nicht mehr, der SVD hatte alles im Griff. Auch die Einwechslung von Columpsi für Schoch tat ihrem Spielfluss kein Unterbruch. Die Rheininsler holten den dritten Satz 11:4 und so den ersten Saisonsieg.

Weiter ging’s dann gegen Oberentfelden, das sich mit Manuel Mosimann und Nicolas Schwander namhaft verstärkt hat. Der SVD schickte die gleichen fünf aufs Spielfeld wie gegen Wigoltingen. Den ersten Satz sicherte sich Diepoldsau knapp, aber verdient, mit 11:9. Danach drehten die Rheintaler auf, holten den zweiten Satz deutlich mit 11:5. Es sah nach einem Durchmarsch aus, das täuschte jedoch. Oberentfelden kämpfte sich zurück und verkürzte auf 1:2 Sätze. Dann gelang Müller&Co. nichts mehr. Unsaubere Annahmen, schlampige Zuspiele und eine schlechte Effizienz bauten den Gegner auf. Oberentfelden glich mit einem 11:3 auf 2:2 aus, es ging in den Entscheidungssatz.

SVD-Trainerin Sabrina Siegenthaler schien nun die richtigen Worte gefunden zu haben. Der SVD wirkte wie ausgewechselt und zog auf 10:2 davon. Das war aber nicht die Entscheidung: Der letzte Punkt wollte einfach nicht gelingen, Oberentfelden kam auf 10:8 heran – und machte dann einen Fehler, weshalb Diepoldsau im zweiten Spiel den zweiten Sieg feiern konnte.

Im Derby gibt’s ein deutliches 3:0 für den SVD

Einen Tag darauf stand der SVD in Widnau der FG Elgg-Ettenhausen gegenüber. Gegen den auf dem Papier schwächeren Gegner stellte Siegenthaler Columpsi von Beginn an auf und gönnte Schoch eine Pause. Dank einer kompakten Leistung sicherte sich Diepoldsau den ersten Satz 11:7. Auch in den nächsten zwei Sätzen, in denen in der Abwehr durchgewechselt wurde, bekundete der SVD wenig Mühe. Gleich mit 11:4 und 11:3 fertigte er den Gegner ab.

Zum Abschluss des Spieltags stand mit Widnau gegen Diepoldsau ein besonderes Spiel auf dem Programm. Dies zeigte sich in der Zuschauerzahl und der Stimmung auf der sehr gut gefüllten Tribüne. Die Diepoldsauer wollten die weisse Weste wahren und mit vier Siegen aus ebenso vielen Spielen ein perfektes Wochenende einfahren. Lässer servierte clever und die Abwehr entschärfte die Angriffsgeschosse von Widnaus Jan Meier meist perfekt, lediglich im Halbfeld hatte der SVD leichte Abstimmungsprobleme. Trotzdem war er an diesem Tag stärker. Nach dem 11:7 im Startsatz steigerte er sich. Der Spielaufbau gelang Diepoldsau optimal und das Angriffsduo Müller/Lässer punktete stetig. Satz zwei ging diskussionslos 11:2 an den SVD. Dieser blieb in der Folge konsequent, obwohl Widnaus Meier durchaus sehenswert punktete. Zu mehr als dieser Meldung reichte es jedoch nicht: Diepoldsau gewann 3:0.

Der neue SVD-Mittelmann Lukas Lässer sagte: «Wir können mit dem Saisonstart sehr zufrieden sein. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und zum Abschluss eine wirklich gute Leistung gezeigt. Wir können und müssen noch Kleinigkeiten optimieren, sind aber auf dem richtigen Weg. So können wir mit breiter Brust in unsere Heimrunde gehen.» Diese ist am Samstag, 7. Dezember, in der Kirchenfeld-Halle.

Nationalliga A, Halle

1. Runde in Aadorf: Diepoldsau – Wigoltingen 3:0 (11:8, 11:8, 11:4), Widnau – Oberentfelden 1:3 (6:11, 11:7, 9:11, 9:11), Elgg-Ettenhausen – Wigoltingen 2:3, Diepoldsau – Oberentfelden 3:2 (11:9, 11:5, 9:11, 3:11, 11:8), Elgg – Widnau 3:0 (11:7, 11:8, 11:3).

2. Runde in Widnau: Oberentfelden – Rickenbach-Wilen 3:1, Elgg – Diepoldsau 0:3 (7:11, 4:11, 3:11), Widnau – Rickenbach 3:2 (11:6, 11:5, 9:11, 7:11, 11:7), Elgg – Oberentfelden 0:3, Widnau – Diepoldsau 0:3 (7:11, 2:11, 5:11).

Rangliste: 1. Diepoldsau 4/8, 2. Oberentfelden 4/6, 3. Elgg-Ettenhausen 4/2, 4. Wigoltingen 2/2, 5. Widnau 4/2, 6. Rickenbach-Wilen 2/0.


Widnau startet harzig – mit nur zwei Punkten aus vier Spielen

Für Widnau war’s ein bitteres Auftaktwochenende mit nur einem Sieg aus vier Spielen. Der erste Gegner hiess Oberentfelden. Nach verschlafenem Start und verlorenem Satz zeigte Widnau eine starke Reaktion und gewann den zweiten Satz 11:9. Die Sätze drei und vier waren hart umkämpft. Widnau legte mit 6:2 und 8:3 vor – gab den Vorsprung aber wieder her, verlor beide Sätze und so das Spiel.

In Partie zwei zeigte sich eine der Schwächen der verjüngten Equipe. Da der zweite Angriffsmann Fontoura arbeitsbedingt abwesend war, kam der 17-jährige Neel zum ersten Halleneinsatz in der NLA. Gegner Elgg spielte taktisch klug und nahm konsequent Hauptangreifer Meier aus dem Spiel. Widnau wusste sich nicht zu helfen. Das Endergebnis fiel mit 7:11, 8:11 und 3:11 ziemlich deutlich aus.

Am Sonntag wollte Widnau zu Hause dann punkten. Gegen Rickenbach-Wilen startete das Team stark und ging mit 2:0 in Führung. Dann kam das Team um Neo-Captain Yanik Linder in Bedrängnis. So entwickelte sich ein Fünf-Satz-Krimi – mit besserem Ausgang für Widnau. Gegen Diepoldsau gab’s dann aber nichts zu holen. Die eingespielten Rheininsler spielten stark, auch die Einwechslung von Fontoura im letzten Satz bewirkte keine Verbesserung mehr. Widnau verlor 0:3. Es liegt nun einige Arbeit vor der Mannschaft, möchte sie sich in der Meisterschaft in den vorderen Rängen positionieren. Die nächste Chance dazu bietet sich bereits in zwei Wochen. (mb)