Diepoldsau siegt hauchdünn

Der SVD machte es zum Abschluss der Qualifikation nochmals äusserst spannend und bezwang Oberentfelden nach einem Satzrückstand von 2:4 im entscheidenden Abschnitt knapp mit 11:9.

Conrad Aschwanden
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Matchwinner für Diepoldsau: U18-Nationalspieler Raphael Schlattinger brachte die Wende ins Spiel der Rheininsler. (Bild: cas)

Matchwinner für Diepoldsau: U18-Nationalspieler Raphael Schlattinger brachte die Wende ins Spiel der Rheininsler. (Bild: cas)

Die Partie am späten Sonntagnachmittag spiegelte den ganzen Meisterschaftsverlauf. Hochs und Tiefs wechselten sich in den Mannschaften ab, und jeder, ausser Schwellbrunn, kann jeden schlagen. So wundert es nicht, dass noch derart viel auf dem Spiel stand. Die Samstagsspiele hatten einzig ergeben, dass Diepoldsau sicher nicht mehr absteigen kann. Doch ihre Teilnahme am Finalevent nächstes Wochenende in Gais stand noch auf dem Spiel. Anders die Ausgangslage für Oberentfelden: In Gais dabei als Dritter bei einem Sieg oder Absteigen bei einer Niederlage.

Junge Angreifer

Das waren die einen Vorzeichen vor dem Spiel, die anderen eine grosse Verletztenliste auf beiden Seiten. Diepoldsaus Trainer Hanspeter Brigger musste also notgedrungen wieder auf sein ganz junges Angriffstrio mit Christian Lässer (19 Jahre), Stefan Hutter (18) und Raphael Schlattinger (17) setzen. Lässer war als doch schon NLA-erfahrener An- und Rückschläger sowie Blocker gesetzt. Ihm zur Seite stand Hutter von Beginn weg. In der Abwehr konnte Brigger auf die erfahrenen Fabian Marthy sowie Lukas und Simon Lässer zählen, welche die ganze Partie durchspielten.

Oberentfelden konnte für die letzten Partien der Quali den erfahrenen Benjamin Kuhn reaktivieren und dazu gesellte sich der brasilianische Teamspieler Felipe Peters Binotto (Varga) neu zu den Aargauern. Dieser hat sich bereits gut in der Mannschaft eingelebt. Einen speziell starken Eindruck bot aber allen voran Kuhn mit seinem brillanten Spiel am Seil. Immer wieder entschied der Routinier die Blockduelle für sich.

Das Spiel verlief vor allem zu Beginn äusserst ausgeglichen. Mit einem 2:2 in den Sätzen gingen die Teams in die erste Pause. Diepoldsau lag nach der Wiederaufnahme mit 5:0 vorne, doch dann begann deren grosse Durststrecke. Dem Heimteam schien alles zu misslingen. Es verlor den Satz noch mit 7:11, und auch im nächsten fanden die Rheininsler nicht aus dem Tief. Oberentfelden führte mit 4:2 und stand noch einen Satz vor der grossen Erlösung.

Geschickter Wechsel

Trainer Brigger hatte schon einiges ohne grossen Erfolg probiert. Doch sein wohl letzter Trumpf im Angriff sollte der entscheidende sein. Er nahm mit Raphael Schlattinger den Jüngsten aufs Spielfeld, und dieser verdankte seinen Einsatz mit einer tollen Leistung. Praktisch fehlerfrei führte der U18-Nationalspieler die Rückschläge aus, und vor allem bot er vorne rechts eine perfekte Defensivleistung.

So konnte er den immer nervöser werdenden Hauptschläger Christian Lässer entscheidend entlasten. Zudem übernahm Nationalschläger Lukas Lässer trotz der ihm auferlegten Schonung vorübergehend den Service. Diese Massnahmen gaben schliesslich den Ausschlag, dass Diepoldsau das Spiel nochmals herumreissen und doch noch für sich entscheiden konnte. Dazu kam das Nie-Nachlassen des Teams und die tolle Unterstützung der Fans, die immer an ihren SVD glaubten.

Dank diesem Sieg in extremis ist der SVD am Finalevent dabei. Bitter ist die Niederlage für Oberentfelden: Bei einem Sieg wäre es als Dritter am Finalevent dabei gewesen, durch die Niederlage steigen die Aargauer in die NLB ab.

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