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DIEPOLDSAU: Schüler verteilen Amtsberichte

Innert eines Tages verteilten siebzig Diepoldsauer Sechstklässler etwa 2500 gedruckte Amtsberichte der Gemeinde. Auf der Rheininsel ist das seit über dreissig Jahren «Brauch» und eine wertvolle Aufgabe für die Schulkinder.
René Schneider
Amtsberichte adressieren, nach Strassen und Hausnummern sortieren und ausliefern. Valerio Spirig, Julian Benz, Dominik Seitz und Timo Mörgeli im Schulhaus Kirchenfeld fanden die Aufgabe wichtig und spannend. (Bild: René Schneider)

Amtsberichte adressieren, nach Strassen und Hausnummern sortieren und ausliefern. Valerio Spirig, Julian Benz, Dominik Seitz und Timo Mörgeli im Schulhaus Kirchenfeld fanden die Aufgabe wichtig und spannend. (Bild: René Schneider)

DIEPOLDSAU. Die Lehrer Engelbert Hutter und Peter Rietberger organisierten dieses Jahr das Verteilen der Jahresberichte an die Stimmbürgerschaft. «Generalstabsmässig» seien sie vorgegangen, lacht Engelbert Hutter. Schliesslich hätten sie beide mal «einschlägige Erfahrungen in der Schweizer Armee gesammelt. Wichtiger als die gute Vorbereitung und Durchführung sei der pädagogische Nutzen für die beteiligten Schüler. Sie lernen das Dorf kennen, Verantwortung zu übernehmen, etwas Ernsthaftes zu tun, was der Allgemeinheit dient, genau und verlässlich zu sein, systematisch vorzugehen, im Team zu arbeiten. Die Schüler hätten begeistert mitgearbeitet und fast keine Fehler gemacht, sagt Engelbert Hutter. Die Lehrer bereiteten (auch für die Parallelklassen im Schulhaus Mitteldorf) Strassenpläne vor und klebten mit den Kindern die von der Gemeinde angelieferten Etiketten nach Strassen und Hausnummern auf die Drucksachen. Am Morgen lieferte die Druckerei die Hefte an, und bis am Nachmittag des gleichen Tages waren sie verteilt. Allerdings verschickt die Gemeinde seit ein paar Jahren die Stimmausweise per Post und beliefert die Haushaltungen «über am Rhy» mit dem Amtsbericht. Die Gebiete Krummensee, Oberbüchel, ein Teil des Widnauer Kapellwegs und des Quartiers Held gehören politisch zu Diepoldsau, zum Teil aber schulisch zu Widnau.

Niemand weiss mehr genau, wann damit begonnen wurde, die Amtsberichte mit den Schülern zu verteilen. «Ende der 80er Jahre» schätzen Gemeindepräsident Roland Wälter und Reallehrer Rainer Lipp. Er organisierte über viele Jahre das Verteilen mit den Oberstufen-Schülern. Über die Jahre des Wachstums sowie der zunehmenden Vielfalt in den Wohn- und Lebensformen sei die Zustellung der Stimmkarten und Amtsberichte immer komplizierter und damit die Fehlerquote grösser geworden. Darum habe man entschieden, die Stimmkarten per Post zu verschicken und auf der Insel mit den Schulkindern nur noch die Amtsberichte zu verteilen. Das bewähre sich. Bis heute.

Die Sechstklässler werden sich in den nächsten Tagen auch inhaltlich mit dem Jahresbericht der Gemeinde und der Schule befassen. Die Lehrer haben sich dazu ein paar Aufgaben einfallen lassen wie: Wie viele Sechstklässler gibt es in den zwei Schulhäusern? Wo steht der Name unseres Lehrers im Amtsbericht? Die Schulkinder werden den Lehrkräften und Mitschülern selber gefundene und mit dem Amtsbericht zu beantwortende Fragen stellen dürfen. Was kostete das Heizöl für alle Liegenschaften?

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