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DIEPOLDSAU: Schmitter bekäme Land bei Wolfurt

Die Autobahn- und Strassenfinanzierungsgesellschaft (Asfinag) stellt der Ortsgemeinde Schmitter Realersatz für Land in Aussicht, das die Ortsgemeinde für den Bau von «Rheintal Mitte» abtreten müsste.
Kurt Latzer
Die Ortsgemeinde Schmitter muss für die Autobahn-Anschlussstelle Rheintal Mitte an der Schweizer Strasse bei der Unterführung etwa 6500 m2 Boden abtreten. Als Realersatz stellt die Asfinag eine gleich grosse Fläche zwischen Lauterach und Wolfurt in Aussicht. (Bild: Kurt Latzer)

Die Ortsgemeinde Schmitter muss für die Autobahn-Anschlussstelle Rheintal Mitte an der Schweizer Strasse bei der Unterführung etwa 6500 m2 Boden abtreten. Als Realersatz stellt die Asfinag eine gleich grosse Fläche zwischen Lauterach und Wolfurt in Aussicht. (Bild: Kurt Latzer)

Kurt Latzer

Schmitter wäre die erste Rheintaler Ortsgemeinde, die ennet dem Grenzfluss Boden zwischen Dornbirn und Wolfurt besässe. Die Asfinag braucht die rund 6500 Quadratmeter Land an der L45, der Schweizer Strasse, damit sie das Projekt «Autobahn-Anschlussstelle Rheintal Mitte» bauen kann.

Entlastung von ganz Diepoldsau im Blick

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche liegt unmittelbar bei der A14-Unterführung und ist von Urs Frei gepachtet. «Wir haben im Laufe des Februar 2017 gesagt, für die Ortsgemeinde komme ein Verkauf des Bodens nicht infrage, sondern nur Realersatz», sagt Bruno Spirig, Präsident der Ortsgemeinde Schmitter, bei einem Besuch in der Ortsgemeindehütte in Lustenau. Zunächst habe es geheissen, man habe keine entsprechende Fläche zum Tauschen. Kürzlich habe sich die Asfinag gemeldet und 6500 Quadratmeter Boden zwischen Dornbirn und Wolfurt in Aussicht gestellt. «Noch haben wir allerdings nichts Schriftliches. Ich gehe davon aus, dass wir das in den nächsten Tagen bekommen», sagt der Ortsgemeindepräsident. Bei der Fläche handle es sich ebenfalls um eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, die bereits verpachtet sei. Urs Frei sei schon länger darüber informiert, dass man den Boden abgeben müsse.

Hätte man sich nicht einfach weigern können, das Land längs zur Autobahn abzugeben? «Wenn wir das Land nicht abgeben, werden wir irgendwann enteignet», sagt Bruno Spirig. Zudem dürfe man den Blick nicht nur auf das Gebiet der Ortsgemeinde Schmitter richten, sondern auf die Verkehrsentlastung von ganz Diepoldsau. Denn der Bau von «Rheintal Mitte» sei an weitere Projekte gekoppelt, so etwa mit der Entlastungsstrasse südlich von Diepoldsau. «Durch den Bau von ‹Rheintal Mitte› bekommen wir beim Schmitter-Zoll allenfalls etwas mehr Verkehr. Die Realisierung der Entlastung von Tram- respektive Hohenemserstrasse bedeutet aber eine Entlastung für ganz Diepoldsau», sagt Spirig.

«Diepoldsau Süd» vor 2028 wünschenswert

Schenkt man den Zahlen der Vorarlberger Planer Glauben, hätte ein Vollanschluss Rheintal Mitte für die Schmitterbrücke 820 Fahrzeuge mehr pro Tag bedeutet. Mit der aktuellen «Schweizer Variante», der Anschlussstelle Rheintal Mitte, rechnen die Fachleute mit 80 Fahrzeugen mehr pro Tag. «Rheintal Mitte» soll bestenfalls 2021 für den Verkehr freigegeben werden. Wann kommt die Entlastungsstrasse südlich von Die­poldsau? «Wünschenswert wäre vor 2028», sagt Gemeindepräsident Roland Wälter. Er ist zuversichtlich, dass es mit der Projektierung der Entlastungsstrasse südlich von Diepoldsau zügig vorwärtsgeht. Im Sommer wird die Studie zur Entlastungsstrasse öffentlich vorgestellt.

«Ich glaube, ein so gutes Boot wie das der Agglomeration Rheintal hatten wir bisher noch nie», sagt der Gemeindepräsident. Noch nie habe dies- und jenseits des Rheins eine solche Einigkeit geherrscht wie heute. Auch mit Bruno Spirigs Meinung stimmt Roland Wälter überein: «Es ist wichtig, dass wir nicht auf einzelne Teile, sondern auf die Verkehrsentwicklung in der ganzen Gemeinde Diepoldsau und in der Region schauen.»

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