Diepoldsau rückt vor

Mit Siegen gegen RiWi und Widnau hat sich Diepoldsau dort positioniert, wo es hin möchte – direkt hinter dem klar favorisierten Titelverteidiger Schwellbrunn.

Conrad Aschwanden
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Diepoldsauer Abwehr: Abgesichert durch Simon Lässer wehrt der neue SVD-Captain Manuel Sieber mit einem Hechtsprung einen Ball ab. (Bild: cas)

Diepoldsauer Abwehr: Abgesichert durch Simon Lässer wehrt der neue SVD-Captain Manuel Sieber mit einem Hechtsprung einen Ball ab. (Bild: cas)

Faustball. Dabei schaffte es das Team von Trainer Hanspeter Brigger, die Eigenfehlerquote sehr tief zu halten. Ein ganz gewichtiger Vorteil bei diesen garstigen Verhältnissen mit Kälte und Regen. Einzig in den Sätzen eins und drei der Partie gegen den Gastgeber Rickenbach-Wilen (RiWi) unterliefen vorwiegend beim Service solche Fehler.

Satzverlust gegen RiWi

Dies führte gleich zum Auftakt zum einzigen Satzverlust an diesem zweiten Spieltag. RiWi hielt die Partie zu Beginn ausgeglichen und nütze die Fehler der Rheininsler zum Teilerfolg.

Auch im dritten Abschnitt brachte sich Diepoldsau gleich mit den ersten Bällen selbst in Rücklage. Erst beim zehnten Ball schaffte der SVD wieder den Ausgleich, ging mit einer platzierten Angabe erstmals in diesem Satz in Führung und profitierte letztlich von einem Servicefehler des Gegners. Mit diesem in der Verlängerung erzielten Teilerfolg und den klaren Siegen in den Abschnitten zwei und vier sicherte sich Diepoldsau überzeugend zwei Punkte.

Dies schien die Rheininsler aber etwas zu selbstsicher in der Partie gegen den Nachbarn Faustball Widnau anzutreten. Denn so klar wie der SVD im Vorfeld als Favorit galt, so eindeutig verlief die Partie keineswegs. Widnau hatte nichts zu verlieren und hielt geschickt mit. Es waren aber die entscheidenden Details, die für Diepoldsau den Ausschlag gaben. Das «Lässer-Team» vermied Eigenfehler und Trainer Brigger nützte geschickt die Wechselmöglichkeiten aus, die ihm sein Angriffstrio bietet.

Einzig die Abwehr produzierte einzelne Schnitzer, doch bei Widnau waren es vor allem im Angriff einige mehr. Diese nützte der SVD zum Derbysieg mit drei knappen Satzresultaten.

Zufriedener Trainer

Sichtlich erleichtert analysierte Trainer Hanspeter Brigger nach den beiden gewonnen Partien: «Super! Nach dem etwas harzigen Start in Wigoltingen kommen wir immer besser ins Spiel.» Vorne laufe alles perfekt.

Da könne er mit dem Lässer-Trio immer wieder wechseln, denn die drei Brüder würden sich ideal ergänzen. In der Abwehr sehe er gewisse Probleme. Da müssten vor allem für schlechtes Wetter noch Optionen gesucht werden. Und abschliessend brachte er es auf den Punkt: «Ganz wichtig war es, dass wir die Eigenfehlerquote nahe bei Null hatten.»

Nach der Pause an Pfingsten kommt es am Samstag, 29. Mai, in Schwellbrunn zum Spitzenkampf mit dem heimischen Meisterteam. Als dritte Mannschaft gastiert Vizemeister Elgg-Ettenhausen beim Titelverteidiger, womit sich alle drei Medaillengewinner der Feldmeisterschaft 2009 in Schwellbrunn treffen.