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DIEPOLDSAU: Mini-Windkraftwerk auf dem Dach

Der Gemeinderat Diepoldsau hat der Bilfit Windkraft AG die Bewilligung zum Aufstellen eines Windrades erteilt. Sechs Monate benötigt das Unternehmen, um Schallmessungen durchzuführen.
Susi Miara
Das Mini-Windrad hat einen Durchmesser von 1,6 Meter und soll fast lautlos Strom auf dem Hausdach produzieren. (Bild: Susi Miara)

Das Mini-Windrad hat einen Durchmesser von 1,6 Meter und soll fast lautlos Strom auf dem Hausdach produzieren. (Bild: Susi Miara)

DIEPOLDSAU. Eine Baubewilligung für nur sechs Monate zu beantragen, ist eher ungewöhnlich. Doch für die Firma Bilfit Windkraft AG hat dies einen Grund: Seit einem Jahr befasst sich ein dreiköpfiges Entwicklungsteam und ein Netzwerk von Innovationsdienstleistern, Zulieferern, Hochschulen, Prototypenbauern und Produktdesignern mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Kleinwindkraftanlagen.

«Das Windrad wurde bereits im Windkanal getestet. Wir konnten auch schon mit der Produktion starten», sagt Andrea Hautle von der Bilfit AG. Trotzdem möchte das Unternehmen ein Windrad selbst in Betrieb nehmen. «Da die Angst wegen der Lärmemissionen in der Bevölkerung gross ist, haben wir die Nachbarschaft persönlich über unser Projekt aufgeklärt», sagt Hautle. Vermutlich weil die Bewilligung für ein halbes Jahr befristet ist, wurden gegen das Vorhaben keine Einsprachen erhoben. «Nach der Testphase werden wir mit der Nachbarschaft über ihre Erfahrungen sprechen», sagt Hautle. «Mit dem erzeugten Strom werden wir unser Hybridfahrzeug versorgen. Ausserdem möchten wir die Bevölkerung neugierig machen.»

Höhere Leistungsfähigkeit

Geht es nach Bilfit, soll es auf Hausdächern neben den bereits vielfach installierten Solarpanels bald auch kleine Windräder geben. Bei schönem Wetter kommt der Strom von der Sonne – ist der Himmel bedeckt, übernimmt das Windrad.

Die Anlage ist als sogenannte Mantelturbine konzipiert. Der Vorteil dieser Technologie bestehe darin, dass durch die Ummantelung, dem Diffusor, die Leistungsfähigkeit und somit die Effizienz der Windkraftanlage um bis zu 40 Prozent gesteigert werde. Das Mini-Windrad hat 1,6 Meter Durchmesser und soll fast lautlos (max. 45 Dezibel) Strom auf dem Hausdach produzieren.

Eigener Strom

Bis jetzt konnte der selbst erzeugte Strom nur ins Netz der Gemeinde eingespeist werden. Der mit dem Windrad produzierte Strom kann zum Eigenbedarf auf einem Akku gespeichert werden.

Das Unternehmen hat sich die Erzeugung sauberer Energie zum Ziel gesetzt. Grössere Unabhängigkeit der Verbraucher von herkömmlichen Stromversorgern, Reduzierung der Verbrauchskosten sowie dezentrale Energieerzeugung seien weitere Vorteile der Anlage. Alternativ zur Dachvariante besteht auch die Möglichkeit, das Windrad in einem Pflanzenkübel mobil aufzustellen.

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