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DIEPOLDSAU: Lust auf mehr Natur und weniger Verkehr

Dass am Informationsanlass der Gemeinde der Verkehr zur Sprache kam, ist in Diepoldsau schon fast selbstverständlich. Ebenso beschäftigt die Natur. (Und die Technik im Freihofsaal.)

Was im Dorf wo gebaut wird, wissen womöglich nicht einmal die Diepoldsauer selbst, so viel ist aktuell oder wird es demnächst. Damit die Übersicht sich wahren lässt, schickt die Gemeinde nächste Woche eine Sonderausgabe ihres Gemeindeblättlis in alle Haushaltungen.

Weniger leicht zu Papier zu bringen sind die grossen Würfe, die das Dorf sich zwar erhofft, zu denen Hans Zäch aber meinte, ihm fehle inzwischen der Glaube. Gemeindepräsident Roland Wälter erwähnte schliesslich eine Neuigkeit, die er sich für die Bürgerversammlung vom Mittwoch, 28. März hatte aufsparen wollen: Ende Mai werden der Vorarlberger Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und der St.Galler Regierungsrat Marc Mächler nach Diepoldsau kommen, um dem ungeduldig werdenden Volk darzulegen, wie das Diepoldsauer Verkehrsproblem im regionalen Kontext gelöst werden soll. «Es muss auch für uns stimmen, nicht nur für die anderen», sagte der Gemeindepräsident. Die Netzstrategie, an der seit langem gearbeitet wird, müsse auch Diepoldsau eine Entlastung bringen.

Teer fällt in den Alten Rhein

Eher länger als der Verkehr gab die Natur zu reden. Zum Beispiel das leidige Teerstück von rund 200 Metern Länge im südlichen Teil des Alten Rheins. Laufend löst sich Teer und fällt ins Wasser, was nicht nur Naturschützern ein Dorn im Auge ist. Die Gemeine hat dem Kanton, dem das Land gehört, einen Brief geschrieben.

Dass ein Anwalt ihn verfasst hat, zeigt: Die Angelegenheit ist ernst. Man suche aber keineswegs die Konfronation, bemerkte Roland Wälter, sondern setze auf den Dialog und gehe von einer möglichst baldigen Entfernung des Teers noch in diesem Jahr durch den Kanton aus. Eine simple Sache sei es nicht, erläuterte Gemeinderat Stefan Britschgi, der die Naturschutzkommission präsidiert. Man könne nicht einfach zu baggern anfangen, sonst sei am Ende der Schaden grösser als der Nutzen; vielmehr sei ein fachgerechter Abbau verlangt.

Zugunsten der Natur hielt ein Bürger ein flammendes Plädoyer. Die Vielfalt sei gefährdet, die Zahl der Insekten habe sich in den letzten drei Jahrzehnten halbiert. Die Frage nach der Strategie der Gemeinde beantwortete der Präsident mit der Arbeit an Richtplan, Zonenplan und Schutzverordnung, und Stefan Britschgi wies darauf hin, dass in Diepoldsau immerhin gegen 12 Prozent der Fläche ausserhalb der Bauzone mit ökologischen Massnahmen verbunden seien - ein Wert, der über den geforderten 7 Prozent liegt.

Dass es - jedenfalls nach Ansicht vieler - nicht genug ist, zeigte der Applaus, ein ziemlich kräftiger. Hans Rohner wandte ein, die Leidtragenden dürften nicht immer die Bauern sein.

«Mit Augenmass» in Saal investieren

Die Einwohnerzahl steigt, um rund hundert pro Jahr, auch Schüler werden es mehr, jemand warnte, Diepoldsau gerate «an den Anschlag».

Ein weiteres Votum betraf den Saal des Veranstaltungsorts, seine uralte Technik. Wenn’s Diepoldsau (Steuerfuss weiterhin 89 %) doch so gut gehe, sollte doch ein Investitiönchen möglich sein.

Roland Wälter entgegnete, das sei ihm aus dem Herzen gesprochen, aber nötig sei natürlich Augenmass. Der Freihofsaal, wie man wisse, habe ein «Ablaufdatum».

Gert Bruderer

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