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DIEPOLDSAU: Künstler-Bravo an dn Zoll

Erneut stiess Kunst an eine Grenze. Im wörtlichen Sinn und diesmal in umgekehrter Richtung als letzten Herbst: Es geht um Schweizer Kunst, die in Feldkirch ausgestellt werden soll.
Gert Bruderer
Künstler aus Vorarlberg stellten Anfang Oktober in der Galerie Art dOséra in Diepoldsau aus. (Bild: Archiv/Susi Miara)

Künstler aus Vorarlberg stellten Anfang Oktober in der Galerie Art dOséra in Diepoldsau aus. (Bild: Archiv/Susi Miara)

Gert Bruderer

Im Oktober zeigten 24 Mitglieder des Vereins Kunst Vorarlberg Werke in der Diepoldsauer Galerie Art dOséra. Doch zuvor fanden sie mit ihrer «grenzenlosen Kunst» an der Grenze eine Hürde vor. Denn Kunst ist in den Augen der Zollbehörde eine Ware wie jede andere.

Bei der Beurteilung, ob ein Kunstwerk von Abgaben befreit ist, stützt sich das Schweizer ­Zollpersonal auf die Broschüre «Einfuhrsteuer auf Kunstwerken». Vorzulegen sind eine korrekt ausgefüllte Zollanmeldung samt Begleitdokumenten. Dazu gehört eine Liste der Ausstellungs-Kunstwerke mit Fotos.

Zunächst «grosses Problem» geortet

Vom 15. Februar bis 11. März stellen nun Künstler des Vereins Art dOséra in der Villa Claudia in Feldkirch aus. Malereien, Plastiken, Fotografien und Installationen werden somit von der Schweiz nach Vorarlberg gebracht. Was das bedeutet, beschrieb das in Dornbirn lebende Art-dOséra-Mitglied Thomas Jutz zunächst so: Er sei gerade beim Zoll gewesen – «grosses Problem!» Jutz schrieb den ausstellungswilligen Kunstschaffenden, das EU-Recht sei strikt.

Rückblickend erwähnte Jutz in seinem Rundmail, die Künstler aus Österreich hätten im Herbst kein Problem gehabt, als sie mit ihren Werken von Österreich in die Schweiz und wieder zurückgefahren seien, der Schweizer Zoll sei «wirklich problemlos». Jutz fügte ein «Bravo!» hinzu. Umgekehrt sei es leider anders.

Schon Konrad Thurnherr, der Gatte der Diepoldsauer Autorin Berta Thurnherr, hatte zuvor nicht unbegründet befürchten müssen, es sei wohl mit Unannehmlichkeiten zu rechnen. Mit zwei Vorarlberger Beamten und einer Beamtin hatte er eine «lange und sehr unsichere Diskussion» geführt, die mit dem Versprechen der Beamten endete, die Angelegenheit zu klären und Bescheid zu geben.

«Froh, dass es ohne Stress geht»

Nur zwei Tage nach dem Mail-Verkehr unter den Künstlerinnen und Künstlern traf vom Zollamt Feldkirch Wolfurt eine kompetente und umfassende Auskunft bei Thomas Jutz ein – mit der Quintessenz, dass die Abwicklung für Schweizer Künstler an Österreichs Grenze ebenso einfach, kostenfrei und bürgerfreundlich sein kann wie für Vorarlberger Künstler am Schweizer Zoll. Auszufüllen ist ein dafür vorgesehenes Dokument und eine Auflistung der Kunstwerke.

Thomas Jutz lobt: «Die obersten Stellen in Vorarlberg waren sehr kooperativ.» Man sei sehr froh, dass es «ohne Stress» gehe – vielleicht lasse sich die zuvorkommende Art der Zollbehörden beidseits des Rheins ja erwähnen.

Was hiermit geschieht.

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