DIEPOLDSAU: In See stechen und ins Leben hinaussegeln

An der Schlussfeier im OZ Kleewies wurden 56 Drittklässler und elf Zweitklässler verabschiedet. Sie fangen eine Berufslehre an oder treten an weiterführende Schulen über.

Max Pflüger
Drucken
Teilen
Alle Schülerinnen und Schüler erhielten eine Sonnenblume. Diese seien auch als Dank für die Eltern gedacht, sagte der Schulleiter. (Bild: Max Pflüger)

Alle Schülerinnen und Schüler erhielten eine Sonnenblume. Diese seien auch als Dank für die Eltern gedacht, sagte der Schulleiter. (Bild: Max Pflüger)

Max Pflüger

Eine Schülerin verabschiedet sich auch aus der Schweiz, sie wird zu einem Auslandaufenthalt über den Atlantik fliegen. 24 Schülerinnen und Schüler zieht es ins Berufsleben. Sie werden ihre Lehre antreten, die andern werden nach den Sommerferien weiterführende Schulen besuchen, vor allem die Kantonsschule in Heerbrugg. Verabschiedet wurden die Schülerinnen und Schüler von Schulleiter Jörg Mannhart, den Vertretern der Kirche, Pfarrer Andreas Brändle und Diakon Bernd Bürgermeister, sowie den OZ-Lehrkräften. Alle erhielten zum Abschied eine langstielige Sonnenblume mit auf ihren Weg. Zum Schluss dankten die Klassen ihren Lehrkräften mit herzlichen und humorvollen Worten und einem kleinen Geschenk für die unvergessliche Schulzeit im OZ Kleewies.

Vielfältige musikalische Unterhaltung

Die schlichte Feierstunde wurde vom OZ-Chor und der Schülerband unter der Leitung von Egon Heinzle musikalisch jugendlich frisch mit popigen Liedern umrahmt. Vor und nach dem offiziellen Teil unterhielt das Vorarlberger «Wolfgang Frank Trio» mit einem gefälligen Mix unterhaltender Melodien für Jung und Alt. Um das leibliche Wohl kümmerte sich die Festwirtschaft der dritten Realklasse. Bestens zur Geltung kam auch die Tischdeko- ration. Neben einer prächtig gebastelten Blume fanden vor allem die aufgestellten Klassenfotos viel Beachtung. Neben dem Rednerpult fiel schon zu Beginn des Anlasses ein grosser, in edlem Holz nachgebauter Segler-Dreimaster auf. Was es damit auf sich hatte, vernahm man bei der Ansprache des Schulleiters an die Scheidenden. Er verglich das Leben mit einer Seereise ins Ungewisse, durch Flauten und Stürme, hin zu unbekannten Zielen. Gleichsam als Kompass und Sextant hat die Schule ihren Schülern Instrumente gegeben, ihr Lebensschiff auf Kurs zu halten und Klippen und Gefahren zu umschiffen.

Sinnsprüche auf den Weg mitgegeben

«Ihr werdet beides erleben: Erfolge und Misserfolge.» Diese Binsenwahrheit ergänzte er mit zwei bildhaften Sinnsprüchen: «Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel neu setzen» und «Im Hafen sind die Schiffe sicher, aber dafür sind sie nicht gebaut». Damit schickte er die Schülerinnen und Schüler hinaus in die Berufswelt oder in weitere Lernerfahrungen. Er drückte jedem einzeln die Hand, wünschte ihm alles Gute und überreichte als kleines Abschiedsgeschenk seine Sonnenblume.

Mehr Bilder auf rheintaler.ch unter Bilderstrecken.