DIEPOLDSAU: «Ich bin ein totaler Berlin-Fan»

Carsten Zeiske ist nicht nur zurück in der Selbstständigkeit, sondern jetzt auch in Berlin präsent. Dort eine Niederlassung zu haben, sei immer sein Traum gewesen.

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Carsten Zeiske freut sich über die Aufträge aus Deutschland. (Bild: gb)

Carsten Zeiske freut sich über die Aufträge aus Deutschland. (Bild: gb)

Ist der Werber in Berlin, ist er der Schweizer, hier hingegen sehen ihn die Freunde und Kollegen als Berliner. Sagt der Doppelbürger jedenfalls. Im Fuchsloch in Heerbrugg ist er aufgewachsen, in Berlin, seiner zweiten Heimat, sind im Bezirk Reinickendorf je zwei Angestellte und Freiberufler für sein Unternehmen Foxcom tätig. Die Namen passen zusammen: Reinicken tönt fast wie Reineke, der Fabelname des Fuchses, und Fox ist ja das englische Wort für das Tier. Auch in Vaduz wirken für Foxcom zwei Angestellte.

Es geht um Namen, Logos, Werbung

Zwei Jahre lang war der in Diepoldsau wohnhafte Zeiske bei freicom angestellt, vor einem Jahr kehrte er aber zurück in die Selbstständigkeit, jetzt mit Foxcom-Standorten in Diepoldsau, Vaduz und, neuerdings, Berlin. Gegründet hat er seine Firma Foxcom schon vor eineinhalb Jahrzehnten.

In Berlin sind Carsten Zeiskes Eltern aufgewachsen, schon seit früher Kindheit war er immer mindestens einmal pro Jahr in Deutschlands Norden. Die Kontakte führten nun sogar zu einem unverhofften Höhenflug. Dank der Zusammenarbeit mit einem Berliner Kollegen aus der Immobilienbranche kann Foxcom in Deutschland drei Unternehmen betreuen und zwei Bauprojekte begleiten. Es geht um Namen, Logos, Erscheinungsbilder, Webseiten, Werbekampagnen.

«Ich will mich nicht grösser machen, als ich bin», sagt Carsten Zeiske, aber der Wert einer guten Vernetzung und mehrerer Standorte habe beflügelnde Wirkung. «Vielleicht bin ich ja blauäugig», sagt der Werber, der in Diepoldsau dem Gewerbeverein vorsteht, aber er verspricht sich vom Berliner Standort einiges.

Umsiedlung kommt nicht in Frage

Als Unihockey-Spieler war der Werber einst Mitglied der deutschen Nati, doch beim FC Widnau hat er es «nicht über die D-Junioren hinaus» gebracht. Den Fussball geniesst er als Zuschauer, und wenn Hertha Berlin – wie ausnahmsweise im Jahr 2009 – gegen die Bayern gewinnt, schlägt sein Herz deutlich höher. Doch bei aller Liebe zu seinem Herkunftsort sagt der Mann, der sich als «totalen Berlin-Fan» bezeichnet: Fix in Deutschland leben würde er nicht wollen, dafür ist er hier im Rheintal allzu gern. Besonders auch in seinem Fuchsbau. So nennt Carsten Zeiske sein Büro.

Gert Bruderer