DIEPOLDSAU: Grenzenlose Kunst beidseits des Rheins

Die nächsten drei Wochen ist die Galerie art dOséra in der Hand der Vorarlberger Künstler. 24 Mitglieder des Vereins Kunst Vorarlberg stellen dort ihre Werke aus.

Susi Miara
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Vorarlberger Künstler zeigen ihre Werke in Diepoldsau. (Bild: Susi Miara)

Vorarlberger Künstler zeigen ihre Werke in Diepoldsau. (Bild: Susi Miara)

Für die Vereine art dOséra und Kunst Vorarlberg gibt es in Zukunft keine Grenzen mehr. Sie möchten ihre Kunst beidseits des Rheins dem Publikum nä­herbringen. Aus einer Idee entstand nun die erste Ausstellung «Grenzwertig», die noch bis am 1. November in der Galerie art dOséra zu sehen ist.

«Grenzwertigkeit ist nötig, um die Grenzen zu überdenken, zu erweitern oder auszulösen», sagte Markus Grabher, Mitglied des Vereins Kunst Vorarlberg, in seiner Laudatio. Grenzwertigkeit sei auch Aufbruch ins Neuland. Grenzwertig sein bedeute mutig sein, neues Wissen und Fantasie zu haben oder einfach nur auf einem falschen Weg zu sein. «Was auch immer, Grenzwertigkeit regt immer zum Denken an und ist deswegen ein wichtiger Teil für die Ent­wicklung des Menschen», sagte Grabher. Dazu brachte er gleich verschiedene Beispiele, wie die Musik der Beatles in den 1960er-Jahren, die Medizin von Herophilus, dem Vater der Anatomie, aber auch die Politik und die momentan aktuelle Flüchtlingsfrage. «Überall, wo ich Grenzwertigkeit um mich empfinde, sind meine gefühlsmässigen, geistigen und moralischen Aussengrenzen. Betrachte ich alle meine Grenzen, erkenne ich mein kleines Reich, mein persönlicher kleiner Kosmos», sagte Grab­-her. Ihn zu sehen, ermögliche ihm, ihn zu verändern, was eine der Grundvoraussetzungen der Evolution und des Menschseins sei. Auch die beiden musikalischen Künstler Kerstin Türtscher (Gesang) und Andreas Amann (Kontrabass) versuchten, mit Musik Grenzen zu überschreiten. Ihre Musik nennen sie Klanglandschaften. Sie entsteht aus dem Moment, nicht geplant und ganz und gar improvisiert.

Beim Rundgang und beim Betrachten der 64 Kunstwerke stellten die Besucher schliesslich fest, dass auch die Kunst keine Grenzen kennt.

Susi Miara

Hinweis

Die Ausstellung dauert bis Mittwoch, 1. November, und kann jeweils samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung (Tele­-fon 079 242 04 09) besichtigt werden.