DIEPOLDSAU: Gnade Gottes, Schweizer zu sein

Mit Apéro, Ansprachen, italienischem Essen und einem Ausflug ins Bowlingcenter feierte die Gemeinde Diepoldsau ihre jungen Erwachsenen.

Gerhard Huber
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Der Geburtenjahrgang 1998 war geladen, und 25 Jungbürgerinnen und Jungbürger feierten mit Vertretern der Gemeinde. (Bild: Ulrike Huber)

Der Geburtenjahrgang 1998 war geladen, und 25 Jungbürgerinnen und Jungbürger feierten mit Vertretern der Gemeinde. (Bild: Ulrike Huber)

DIEPOLDSAU. «Der verstorbene Schweizer Schauspieler Walter Roderer hat einmal gesagt: <Es ist eine Gnade Gottes, Schweizer zu sein.>» Wie der Diepoldsauer Gemeinderat und Präsident der Jugendkommission Thomas Bolt in seiner Festansprache anlässlich der Jungbürgerfeier zu Recht ergänzte, gilt das für alle, die in der Schweiz leben dürfen.

Ein Staat, in dem tatsächlich nicht Diktatoren oder Könige das Sagen haben, sondern die Bürger den politischen und demokratischen Prozess bestimmen. Ein Staat mit funktionierender Gewaltenteilung und in der Verfassung verankerter Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit. Der Aufruf von Thomas Bolt an die Zuhörer lautete: «Handeln wir sowohl als Mitglied der Gesellschaft als auch als Stimmbürger so, wie wir tief in unserem Herzen wissen, dass es richtig ist.»

Was in der Welt vor 18 Jahren geschah

Schon vorher hatte Gemeinderat Thomas Bolt einen Blick zurück in das Jahr 1998 geworfen. Für die Jungbürger, damit sie erfahren, was im Jahr ihrer Geburt auf der Welt passierte, für die anderen Anwesenden als kurze Erinnerung dafür, wie schnell die Zeit vergeht.

So steht 1998 für die Tragödie des Absturzes des Swissair-Flugs 111 MD 11 vor Halifax mit 229 Toten, für das Zugunglück in Enschede, aber auch für das Erscheinen von Windows 98, für den Boom der Internet-Cafés und für die Fussball-WM in Frankreich mit dem gleichnamigen Weltmeister.

Von etwa achtzig eingeladenen jungen Leuten des Jahrgangs 1998 waren 25 zur Jungbürgerfeier erschienen. Gemeinsam mit Gemeindepräsident Roland Wälter, Mitgliedern des Gemeinderates und der Jugendkommission sowie Vertretern der beiden Ortsgemeinden Diepoldsau und Schmitter sowie der Kirchen wurden die Jungbürgerinnen und Jungbürger daran erinnert, dass sie mit dem 18. Geburtstag ihre politischen Rechte erlangt haben.

In die Gestaltung der Gemeinde einbringen

Als Präsident der Ortsgemeinde Schmitter streifte Bruno Spirig kurz Organisation und Geschichte der Ortsgemeinden und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Jungbürger ihre politischen Rechte nutzen und sich in die Gestaltung und das politische Leben der Gemeinde einbringen werden.

Bei einem anschliessenden Abendessen in der Pizzeria Pasquale hatten die Neu-Stimmberechtigten die Möglichkeit, ihre Wünsche und Anliegen ihren Gemeinderäten und der Jugendkommission darzulegen, bevor der Abend im Bowlingcenter seinen geselligen und sportlichen Abschluss fand.