DIEPOLDSAU: Gefahren entschärfen, Luft verbessern

Die Luft im Dorf ist schlecht. Aber was tun? Die Verkehrskommission erhofft sich Hilfe vom Kanton und informiert über eine ganze Reihe von lokalen Verkehrsthemen. Es wurden Gefahren entschärft.

Drucken
Teilen
Die Diepoldsauer Verkehrskommission hat viel zu tun. Jetzt haben auch noch Messungen ergeben, dass die Luft sehr schlecht ist. (Bild: Archiv/Gert Bruderer)

Die Diepoldsauer Verkehrskommission hat viel zu tun. Jetzt haben auch noch Messungen ergeben, dass die Luft sehr schlecht ist. (Bild: Archiv/Gert Bruderer)

Die Auswertung der Feinstaubmessung durch das Kantonale Amt für Umwelt und Energie war eine Pendenz aus der Frühjahrssitzung. Das Ergebnis zeige deutlich, dass sich die Luftschad-stoffbelastung in Diepoldsau auf ei­nem sehr hohen, kritischen Niveau befindet, schreibt die Verkehrskommission. Vom Amt für Umwelt und Energie erhofft sie sich Auskunft darüber, ob Massnahmen ergriffen werden, die eine bessere Luft bewirken.

Die im Frühling geforder- ten vermehrten Geschwindigkeitskontrollen an neuralgischen Punkten hat die Kantonspolizei an der Hohenemserstrasse über einen längeren Zeitraum durchgeführt. Die Verkehrskommission erhält das Ergebnis, sobald die Auswertung erfolgt ist.

Viel Gefahr beim Schmitter Zoll

Beim Dorfeingang an der Rheinstrasse (Schmitter Zoll) kommt es vor allem im Sommer immer wieder zu sehr gefährlichen Situa­tionen. Die enge Strasse wird vielfach genutzt. Der angrenzende Logistikterminal einer Ver­packungsfirma mit LKW-Transporten aus dem In- und Ausland verursacht Schwerverkehr. Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind zwischen Diepoldsau und dem benachbarten Schmitterriet un­terwegs, ausserdem benützen immer mehr Grenzgänger den Weg über den Schmitter Zoll als Abkürzung. Und zu guter Letzt sind viele Erholungssuchende am Alten Rhein unterwegs. Der Verkehrsplaner Dominik Bieli hat einen Lösungsvorschlag erarbeitet.

Tafeln weisen auf Fussgängerstreifen hin

Die Verkehrskommission ist aber der Ansicht, dass das Kosten-/Nutzenverhältnis schlecht und das Konzept deshalb zu überarbeiten ist. Nachdem die Einmündung der Kugelgasse in die Rheinstrasse die Verkehrskommission beschäftigt hatte, ist nun vom Unterhaltsdienst der Gemeinde der Fussgängerstreifen mit zwei Hinweistafeln beschildert worden. Durch diese wird nun der Fussgängerstreifen früher und vor allem auch besser wahrgenommen. Im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Tempo-30-Zone an der Hinterwiesstrasse wurde die Einmündung in die Oberrieterstrasse neu gestaltet. Die neue Einbuchtung in die Oberrieterstrasse birgt Gefahr, weil sie vor allem aus Richtung Rietbrücke schwer erkennbar ist. In den Sommerferien wurde deshalb die Strassenmarkierung angepasst.

Veloweg Nord: Nur ein Teilstück fehlt noch

Die Velowegverbindung Nord rückt der Verwirklichung näher. Die Landverhandlungen für den Abschnitt bei der Schmitterrampe befinden sich im Endstadium. Das Projekt wurde vom Kantonalen Tiefbauamt vorgeprüft und die Bewilligung in Aussicht gestellt. Nach Abschluss der Verhandlungen wird das Projekt öffentlich aufgelegt.

Als letztes Teilstück der kantonalen Radverbindung Nord fehlt nur noch der Abschnitt Weidstrasse. Da dieser Abschnitt direkt zu den Sportanlagen führt, ist hier ein separater Fuss- und Radweg vorgesehen. Das Ziel des Gemeinderates ist es, dass die komplette Radverbindung Nord bis Ende 2018 genehmigt und zur Ausführung bereit ist. Nach den Sommerferien werden sämtliche Teilprojekte zur Zentrumsgestaltung (Baugesuch, Teilstrassenplan, Änderung Überbauungspläne usw.) gemeinsam öffentlich aufgelegt. Die Instandhaltungsarbeiten sollen gemäss Zeitplan bis Ende August fertiggestellt sein. Die Anpassung des Radweges im Bereich Autobahnausfahrt (von Kriessern her) wird ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt.

Regional läuft der Kommission zu wenig

Aktuell sind zudem die übergeordneten Projekte «Mobil im Rheintal/Netzstrategie Rheintal Mitte», die für Diepoldsau sehr wichtig sind. Die Verkehrskommission bedauert allerdings, dass derzeit «leider sehr wenig läuft» und die beiden Projekte «nicht entschieden vorangetrieben werden». Die nächste gemeinsame Sitzung findet im September statt. (pd/red)