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DIEPOLDSAU: Ein Profi für den Binnenkanal

Die Leitung des Rheintaler Binnenkanalunternehmens ist anspruchsvoll und zeitintensiv. Nun soll Präsident Roland Wälter entlastet werden. Der Zweckverband hat eine Stelle für die Geschäftsleitung geschaffen.
Monika von der Linden
Der Rheintaler Binnenkanal bei den «Drei Brücken». (Bilder: Monika von der Linden)

Der Rheintaler Binnenkanal bei den «Drei Brücken». (Bilder: Monika von der Linden)

DIEPOLDSAU. Zwischen 1894 und 1906 wurde der Rheintaler Binnenkanal gebaut. Ihn in diesem Alter zu unterhalten und die Bevölkerung vor einer Hochwasserkatastrophe zu schützen, dafür muss das Binnenkanalunternehmen immer mehr Aufwand betreiben.

Vor etwas mehr als sieben Jahren hat der Diepoldsauer Gemeindepräsident Roland Wälter das Präsidium des Zweckverbandes übernommen. Seither ist er für die strategische und operative Leitung zuständig. Anfangs investierte er fünf bis zehn Prozent seiner Arbeitszeit, in den letzten eineinhalb Jahren waren es bis zu 30 Prozent.

Beraten und verbessern

An der letzten Delegiertenversammlung verabschiedete der Zweckverband das Budget einstimmig. Damit sagten alle Mitgliedergemeinden (von Sennwald bis St. Margrethen) Ja zur Einrichtung einer Geschäftsführung mit 80 bis 100 Stellenprozent. Er oder sie soll die Leitung des Binnenkanalunternehmens weiter professionalisieren und Roland Wälter in operativen Belangen beratend zur Seite stehen. Weiter soll die Person verbinden zwischen dem Verwaltungsrat, dem Binnenkanalunternehmen und seinen Partnern, wie zum Beispiel dem Rheinunternehmen.

Es ist nicht nur das Alter des Kanals, das die zunehmenden Herausforderungen bestimmt. Seit dem Bau hat die Bevölkerung im Rheintal stark zugenommen. Weil viel gebaut wurde, wurde auch eine grosse Fläche Boden versiegelt. Folglich versickert immer weniger Wasser und fliesst über den Binnenkanal und seine Zuflüsse ab.

Er könne sich nicht daran erinnern, dass es im Rheintal früher derart häufige und intensive Niederschläge gegeben habe, wie beispielsweise im Juni 2013 und vor einer Woche, sagt Roland Wälter. Um dem entgegenzuwirken, habe man 2011 die Erarbeitung eines Hochwasserschutzprojektes aufgenommen und vor drei Jahren mit dem Abtragen von Sedimenten an den Dämmen begonnen. Folglich kann bei Hochwasser mehr Wasser abfliessen. Ein drittes Konzept gleiste der Verwaltungsrat 2015 für den Notfallschutz auf.

Roland Wälter bleibt Präsident

Die Aufgabe der Geschäftsführung wird es sein, die laufenden Projekte erfolgreich umzusetzen. Ausserdem muss sie Gefahren erkennen, entsprechend reagieren und bei Hochwasser und Überschwemmungen vor Ort koordinieren.

Einige Aufgaben, die der Geschäftsführer übernimmt, sind derzeit gegen Bezahlung ausgelagert. Die Verwaltung der Finanzen erledigt das Rheinunternehmen, das Aktuariat führt Andrea Moschen (Ratschreiberin Diepoldsau). Die Umverteilung ist abhängig von der Qualifikation der gewählten Person.

«Für den Binnenkanal ist es wichtig, dass eine weitere Person zur Qualitätsverbesserung beiträgt», sagt Roland Wälter. Er habe die Aufgabe gerne erfüllt, freue sich aber auf die Entlastung. «Ich werde weiter vorne stehen und umsetzbare Lösungen präsentieren.»

Roland Wälter, Präsident Zweckverband Rheintaler Binnenkanalunternehmen.

Roland Wälter, Präsident Zweckverband Rheintaler Binnenkanalunternehmen.

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