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DIEPOLDSAU: Die Veränderungen sichtbar gemacht

Mit einer Vernissage wurde am Sonntag die Fotoausstellung «Diepoldsau gestern und heute» eröffnet. Mit zahlreichen Fotografien wird gezeigt, wie schnell sich das Ortsbild in den letzten Jahren verändert hat.
Fotokünstler und Vernissageredner vereint (von links): Röbi Kuster, Hans Spirig, Gemeinderat Patrick Spirig und Fredi Durot. (Bild: Ulrike Huber)

Fotokünstler und Vernissageredner vereint (von links): Röbi Kuster, Hans Spirig, Gemeinderat Patrick Spirig und Fredi Durot. (Bild: Ulrike Huber)

Eine sehenswerte Ausstellung mit dem Titel «Diepoldsau gestern und heute» wurde im Altersheim Diepoldsau eröffnet. Eine Ausstellung, die eigentlich das Thema «Veränderung» behandelt. Die bauliche Veränderung eines Dorfes. Denn schon seit vielen Jahren hatten die beiden Diepoldsauer Hans Spirig und Röbi Kuster immer wieder Gebäude und Strassenzüge der Rheininselgemeinde fotografisch porträtiert. Fredi Durot konnte diese Fotosammlungen durchsehen. Dabei entstand die Idee, den Bildern von alten, früher existierten Gebäuden, die inzwischen abgerissen wurden, neue Fotografien der an selber Stelle neu erbauten Häuser und Wohn­blöcke entgegenzustellen.

Von Bildern geleitet in die Erinnerungen zurückgehen

Die Veränderungen im Ortsbild der letzten Jahrzehnte werden auf diese Weise sofort greifbar. Veränderungen an Gebäuden, Strassenzügen oder ganzen Revieren.

«Die Idee, gestern und heute anschaulich zu verbinden, bietet aber auch spannende Vergleiche und Möglichkeiten, vom Bildmaterial geleitet in die Erinnerung zurückzugehen», wie Gemeinderat und Schulratspräsident Patrick Spirig in seiner Vernissagerede hervorhob.

Spirig wies darauf hin, dass Veränderung in der Nutzung und in der Ausdrucksform der Architekten auch immer ein Spiegel der Gesellschaft und des Zeitgeistes sei. Ist dieser Zeitgeist auch dafür verantwortlich, dass heutzutage ein Gebäude schneller abgebrochen und durch neue Anlagen ersetzt wird?

Natürlich herrschen bessere finanzielle Verhältnisse als früher, was diese Vorgangsweise leichter macht. Aber Patrick Spirig zeigte sich überzeugt, dass es nicht nur dieser Gesichtspunkt sei, der die massiven Veränderungen im Baubestand herbeigeführt habe. Und begründete dies mit einem Sprichwort des Buchautoren Derek Walters: «So wie wir Gebäude brauchen, um in ihnen zu leben, so brauchen Gebäude ihre Bewohner, um lebendig zu bleiben.»

Rundgang brachte vergangene Zeiten zurück

Das heisse, dass ein Gebäude dann ein Ablaufdatum bekomme, wenn es die Lebendigkeit und Verbundenheit der Menschen verliere.

Der Rundgang durch die Ausstellung brachte für viele Vernissagebesucher und auch für die Bewohner des Altersheimes Erinnerungen zurück. Erinnerungen an ein Diepoldsau, das es so nie mehr geben wird. Die gelungene Vernissage wurde durch Ausstellungsgestalter Fredi Durot und seine Brüder Meinrad und Emil musikalisch untermalt. Für den Apéro hatte Heimleiterin Susi Hutter mit ihrem Team Sorge getragen. Die Ausstellung ist zwei Monate lang geöffnet.

Gerhard Huber

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