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Diepoldsau besiegt und überholt Widnau

In Seuzach ging am Samstag das erste NLA-Derby dieser Saison über die Bühne. Der SVD Diepoldsau besiegte FB Widnau dabei überraschend deutlich mit 3:0. Diepoldsau behielt am Wochenende eine weisse Weste, während Widnau auch Wigoltingen unterlag.
Kenneth Schoch und der SVD können mit dem letzten Wochenende zufrieden sein: Sie holten in drei Spielen sechs Punkte. (Bild: pd)

Kenneth Schoch und der SVD können mit dem letzten Wochenende zufrieden sein: Sie holten in drei Spielen sechs Punkte. (Bild: pd)

Im Derby mussten die ersatzgeschwächten Widnauer (Fontoura war beruflich verhindert) umstellen. Meier übernahm den Service und den Block vorne rechts, was als Rechtshänder schwierig ist. Den Rückschlag übernahm U18-Nati-Spieler Jan Kehl. Zu Beginn überraschte er die Rheininsler oft, da ihnen Kehl als Angreifer unbekannt war. Nun wurde der SVD wach, nutzte das durch Widnaus Block entstehende Chaos gekonnt aus und platzierte halblange Bälle, die Widnau nicht zu verteidigen wusste.

Diepoldsau holte Satz eins 11:8 und errang auf dem ungewohnten Parkettboden die Oberhand. Widnau liess nicht locker, spielte aber zu fehlerhaft. Auch Satz zwei ging an den SVD (11:7). Er gewann die Sätze knapp, was auch im dritten der Fall war; aber: er gewann alle. Nach einem weiteren 11:8 war der erste Diepolds­auer Sieg nach vier Pleiten in Folge gegen Widnau Tatsache.

Diepoldsau gewinnt zwei spannende Fünfsätzer

Am Sonntag startete der SVD wie die Feuerwehr, liess Oberentfelden gar nicht ins Spiel kommen (11:4). Dann aber schlich sich der Schlendrian ein, und eine umstrittene Schiri-Entscheidung brachte den Angriff aus dem Konzept. Lukas Lässer mit zwei Servicefehlern brachte den Gegner zurück ins Spiel, sein Bruder Christian markierte keine Punkte mehr. So gab der SVD Satz zwei aus der Hand. Dann aber fand der SVD jedoch zurück, er dominierte und holte den dritten Satz 11:5 – um eine Kopie von Satz zwei folgen zu lassen. Diepoldsau legte vor, zog aber nicht durch und verschenkte den Satz. Den fünften Satz holte Diepoldsau dann 11:5.

Christian Lässer hatte sich in diesem Spiel jedoch verletzt, weshalb er gegen Neuendorf erst fehlte. Müller rückte trotz nicht ganz ausgeheilter Schulterverletzung vor, Marthy übernahm die Mitte, hinten rechts kam Eggert in die Partie. Der SVD fand kaum ins Spiel, war defensiv liederlich und die Zuspiele waren unpräzise. So holte Neuendorf den ersten Satz 11:2. Der zweite war knapper, doch auch er ging mit 11:8 an Neuendorf. Mit dem Rücken zur Wand wechselte Trainer Bork Christian Lässer doch noch ein. Das half erst nicht, Neuendorf ging 3:0 in Führung – erst danach zeigte Diepoldsau seinen Willen und sein Spiel. Die Gegner holten in Satz drei nur noch drei Punkte, Diepoldsau gewann ihn 11:6. Dann stellte Neuendorf mit der Aussicht auf den Sieg um und ging 9:6 in Führung. Diepoldsau wendete den Spiess erneut, holte fünf Punkte in Serie zum Satz­gewinn. Es folgte der Entscheidungssatz. In diesem spielte der SVD endlich wieder sein Spiel, die Abwehr stand sicher, die Zuspiele kamen perfekt und Lässer verwertete sie gnadenlos. Der fünfte Satz ging mit 11:3 an die Rheintaler.

«Kämpferisch war die Leistung top und jetzt, wo alle Spieler wieder ins Training kommen können, werden wir unsere Qualität und Konstanz steigern», sagte Trainer Bork. Dies ist zwingend nötig, will der SVD nächstes Wochenende gegen Wigoltingen die Tabellenführung erobern.

Auch Widnau bestritt nach dem Derby noch zwei Spiele. Schon vorab war klar, dass es wegen der Absenz Fontouras dezimiert sein würde. Widnau musste also für das komplette Wochenende seine Aufstellung anpassen. Dieser Umstand bot also den jungen Spielern die Gelegenheit, sich zu beweisen.

Ein Sieg und eine Pleite für die Widnauer

Im Derby gelang das nicht wie gewünscht, weshalb eine Stei­gerung nötig war, um doch noch Punkte mitzunehmen. Gegen Elgg-Ettenhausen zeigten die Rheintaler phasenweise, wozu sie fähig sind. Im ersten Durchgang legten sie fulminant los. Der Gegner aus der Region Winterthur konnte mit dem Service nie genug Druck erzeugen, wodurch Widnau eine Punkteserie gelang und es den Satz mit 11:4 nach Hause brachte. Danach spielte Elgg-Ettenhausen abgeklärter, es entwickelte sich eine hochspannende Partie auf Augenhöhe. Erst im entscheidenden fünften Satz konnte Widnau sich wieder leicht absetzen und mit 11:6 den Satz, das Spiel und damit zwei wichtige Punkte im Kampf um die Fi­nalevent-Teilnahme sichern.

Im Anschluss stand das letzte Widnauer Hinrundenspiel gegen Wigoltingen an, das in dieser Saison ohne Trainer und mit zwei wichtigen Spielern weniger antrat. Widnau war aber noch vom Abnützungskampf vom letzten Match gezeichnet und konnte Wigoltingen zu keinem Zeitpunkt gefährlich werden. Schlimmer noch, standen sich die Rheintaler selbst im Weg. Mit bis zu sieben Fehlern pro Satz schenkten sie dem amtierenden Feldmeister leichtfertig den Sieg. Einziger Lichtblick war der Einsatz der Nachwuchsspieler, die wertvolle Erfahrung sammeln konnten. Die nächste Gelegenheit zum Punkten bietet sich den Rheintalern am nächsten Wochenende. Sie treffen am Samstag in Oberentfelden AG auf das Heimteam und Elgg-Ettenhausen. (mm/kom)

NLA, Männer, 2. & 3. Spieltag

Widnau – Diepoldsau 0:3 (8:11, 7:11, 8:11), Oberentfelden – Diepoldsau 2:3 (4:11, 11:8, 5:11, 11:8, 5:11), Neuendorf – Diepoldsau 2:3 (11:2, 11:8, 6:11, 9:11, 3:11), Elgg-E. – Widnau 2:3 (4:11, 11:8, 11:7, 7:11, 6:11), Widnau – Wigoltingen 0:3 (5:11, 3:11, 4:11), Elgg-E. – Wigoltingen 0:3, Elgg-E. – Neuendorf 3:0, Wigoltingen – Neuendorf 3:2, Elgg-E. – Oberentfelden 3:2, Wigoltingen – Oberentfelden 3:0.

Rangliste (alle 5 Spiele): 1. Wigoltingen 10, 2. Diepoldsau 8, 3. Widnau 6, 4. Elgg-E. 4, 5. Oberentfelden 2, 6. Neuendorf 0.

Diepoldsau: L. Lässer, C. Lässer, Eggert, Marthy, Müller. Widnau: Kohler, Fehle, Linder, Bognar, Kunz, Meier, Kehl.

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