DIEPOLDSAU: Arsen im Diepoldsauer Grundwasser

Fachleute des Kantons St.Gallen haben in Diepoldsau Arsen im Grundwasser gefunden. Woher das Arsen stammt, konnte bislang nicht ermittelt werden. Der Kanton hat ein Fachbüro damit beauftragt, weitere Abklärungen zu treffen.

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Das St.Galler Amt für Umwelt hat das Grundwasser der Region Diepoldsau untersucht.

Das St.Galler Amt für Umwelt hat das Grundwasser der Region Diepoldsau untersucht.

Beim Bau von Einfamilienhäusern in Diepoldsau wurde im Boden Bauschutt gefunden. Bei der Analyse des Bauschutts zeigte sich, dass dieser mit Arsen verseucht ist. Deshalb untersuchte das St.Galler Amt für Umwelt auch das Grundwasser und fand darin ebenfalls Arsen. Zuerst sei man davon ausgegangen, dass das Arsen im Grundwasser vom zuvor untersuchten Bauschutt stamme, sagt Heinrich Adler vom Amt für Umwelt gegenüber dem "Regionaljournal Ostschweiz". Diese Annahme habe sich aber als falsch erwiesen. Man tappe weiterhin im Dunkeln.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Sicher ist: Das Trinkwasser in der Umgebung von Diepoldsau ist nicht betroffen. Dies habe man untersucht, sagt Adler. Man gehe davon aus, dass die Ursache lokal sei. Die Trinkwasserfassung sei weit entfernt von der Fundstelle des Arsens. Bezüglich Trinkwasser müsse man sich also keine Sorgen machen. Trotzdem müsse die Quelle gefunden werden, weil Arsen giftig sei. Gemäss Adler könne es in kleinen Dosen zu schleichenden Krankheiten führen. In hohen Dosen wirke es gar tödlich. Das Amt für Umwelt hat deshalb ein Fachbüro mit weiteren Untersuchungen beauftragt. (pab)
 

Arsen: Bei hoher Dosis tödlich

Durch Arsen ausgelöste Erkrankungen haben ihren Ursprung meist im Konsum von kontaminiertem Trinkwasser. Früher wurde Arsen oft als Gift zu Mordzwecken verwendet. Bei langzeitiger Einwirkung von Arsen auf den Körper können fast alle Organe geschädigt werden. Die Pigmentierung der Haut kann sich verändern und es können Haarausfall und Störungen des Nagelwachstums auftreten. Symptome von akuten Arsenvergiftungen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Verwirrung und Halluzinationen. Chronische Arsenvergiftungen haben hingegen eher unspezifische Symptome wie Benommenheit, Depressionen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. (pab)