Die Zukunft des Festes ist ungewiss

WIDNAU. Am Freitag fand im evangelischen Kirchgemeindehaus in Widnau das 18. Fest der Begegnung statt. Für das Kernteam des Frauenforums Rheintal war dies das letzte Fest. Ein neues Organisationsteam wurde an diesem Abend nicht gefunden.

Susi Miara
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Jede Frau brachte eine Spezialität ihres Landes mit. Das Buffet liess keine Wünsche offen.

Jede Frau brachte eine Spezialität ihres Landes mit. Das Buffet liess keine Wünsche offen.

widnau. Das Kernteam des Frauenforums Rheintal, mit Beatrice Heule, Christa Natter, Prisca Zimmermann und Jolanda Köppel, organisiert seit 18 Jahren das Fest der Begegnung. Am Freitag war es das letzte Mal. «Wir haben eigentlich unseren Abschied gefeiert», sagt Beatrice Heule und sie kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. «Es war wieder phantastisch.» Über 90 Frauen aus 22 Nationen nahmen daran teil und dementsprechend war auch das internationale Buffet sehr reichhaltig, denn an dieses Fest bringt jede der Frauen eine Spezialität ihres Landes mit. Schade findet Beatrice Heule, dass das Fest der Begegnung mehrheitlich von Nichtschweizerinnen besucht wird. Auch dieses Jahr hätten sich viele Schweizerinnen entschuldigt. Für die ausländischen Frauen scheint aber das Fest ein Bedürfnis zu sein. «Wir haben die Freude dieser Frauen gespürt», sagt Beatrice Heule. Die «Chanteusen» aus Balgach begeisterten mit einem Kurzprogramm und eine Gruppe Kolumbianerinnen und Peruanerinnen präsentierten einen Brautwerbe-Tanz. Überhaupt wurde dieses Jahr viel getanzt und gesungen. «Es war ein rührender Abschied», freut sich Beatrice Heule. Leider konnte an diesem Abend keine Nachfolge, für die Organisation des Festes gefunden werden.

Beatrice Heule hat zwar diesen Monat noch ein Gespräch mit dem Verein Rhiimix vereinbart. Für sie wäre es ideal, wenn der Verein die Schirmherrschaft für das Fest der Begegnung übernehmen und ein Organisationsteam, bestehend aus Frauen verschiedenster Nationen, leiten würde. Der Verein Rhiimix besteht seit 2009. Er hat das Ziel, das friedliche Zusammenleben zwischen den verschiedenen Kulturen und Religionen zu fördern.

«Ob das nun das letzte Begegnungsfest war, wird sich zeigen», erklärt Beatrice Heule. Sicher ist, dass das Frauenforum Rheintal keinen weiteren Anlass organisieren wird. Wenn sich niemand meldet, müsse man auch den Mut haben zu sagen: «Das war's». Nach dem letzten Abend fände es Beatrice Heule jedoch schade.

Vertreterinnen der Latinas Rheintal bedankten sich bei Beatrice Heule. (Bilder: pd)

Vertreterinnen der Latinas Rheintal bedankten sich bei Beatrice Heule. (Bilder: pd)

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